Regulierter Zugang zur Masca-Schlucht

Die grosse Popularität der Entdeckungstouren auf Teneriffa hat ihre Kehrseiten.
© Achim Ebenau

Rund eine Million Touristen besuchen jedes Jahr das idyllische Dorf Masca auf Teneriffa. Da die Schluchtwanderung durch den zerklüfteten Barranco de Masca unter Aktivreisenden zu den bekanntesten Wanderungen der Kanaren gehört, erstaunt es kaum, dass rund 10% aller Besucher von Masca in die Schlucht hinabsteigen.

Doch die grosse Popularität der Entdeckungstouren hat auch ihre Kehrseiten: Schon lange klagen die Bewohner des Dorfes, dass die Belastungsgrenze für den Wanderweg längst überschritten worden sei.

Wenn man bedenkt, dass die Einwohnerzahl des Dorfes 2011 gerade einmal 105 Personen betrug, kann man sich den Unmut der Bevölkerung erst recht gut vorstellen. Die Touristen werden von Reiseveranstaltern bereits am Flughafen angesprochen, an den organisierten Touren durch die Schlucht teilzunehmen – und anschliessend drängeln sich die Menschenmengen durch die enge Schlucht.

Nun will die Gemeinde handeln: Erstens sollen alle Besucher eine Eintrittsgebühr von EUR 6 bezahlen müssen, und zweitens soll die Anzahl Wanderer auf höchstens 255 pro Tag beschränkt werden.

Zudem werden auch die Öffnungszeiten reguliert: Einzig von 9 bis 14 Uhr sollen Touristen die Schlucht besuchen dürfen. Einheimische haben jedoch nach wie vor noch freien Eintritt – sie müssen sich einfach vorher anmelden.

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