Hotelplan zu Edelweiss-Kontingenten: «Wir haben noch keinen Abschluss getätigt»

Hotelplan Suisse beabsichtigt zwar, mit Edelweiss zusammenzuarbeiten – unter Dach und Fach sei aber noch nichts.
Tim Bachmann
ZVG

Die TI-Titelstory «Edelweiss setzt wieder voll auf die Wünsche der Veranstalter» hat bei gewissen Veranstaltern für Verwunderung gesorgt. Edelweiss hatte anlässlich der Präsentation der neuen Destinationen bekanntgegeben, dass «insbesondere auf der Mittel- und Kurzstrecke teilweise bis zu 80% bereits als Fixkontingente an Hotelplan Suisse, TUI Suisse und Kuoni verkauft» worden sei. Hotelplan Suisse teilt nun aber mit, dass man noch gar keinen Abschluss getätigt habe und mitten in den Verhandlungen für den Sommer 2018 stecke. TI hat deshalb bei Tim Bachmann, Director Touroperating Shorthaul, Flight & Brokerage von Hotelplan Suisse, nachgefragt.

Wie von Edelweiss zu vernehmen war, stocken die Schweizer TOs – darunter Hotelplan – bei der Airline massiv Plätze auf. Ist das für Sie bereits wieder eine Abkehr von einer etwas vorsichtigen Risikoplanung?

Tim Bachmann: Wir haben diese Neuigkeiten auch mit Erstaunen gelesen, uns gewundert und bei Edelweiss interveniert. Fakt ist, dass wir mit Edelweiss zurzeit in den üblichen Verhandlungen für den Sommer 2018 stecken, aber noch keinen Abschluss getätigt haben.

Aber Sie haben sicher eine Vorstellung von dem, was sie bestellen wollen?

Tim Bachmann: Das schon, aber zuerst muss man sich über den Umfang der Kontingente und vor allem die Preise einig sein. Dort sind wir im Moment noch nicht. Wir haben also weder 80% der Plätze nach Djerba eingekauft, noch sonstige definitive Zusagen gemacht. Weder bei Edelweiss, noch bei anderen Airlines

Heisst das, dass sogar die Möglichkeit besteht, dass Hotelplan gar nicht mit Edelweiss kooperiert?

Tim Bachmann: In der Theorie schon, da wie gesagt noch keine Verträge unterzeichnet wurden. In der Praxis eher nicht, weil wir überzeugt sind, dass Edelweiss gut zu unserem Angebot passt und die ersten Gespräch konstruktiv waren. Wir beabsichtigen deshalb auch mit Edelweiss zusammenzuarbeiten, aber eher nicht in dem Umfang, wie das in der Fachpresse verstanden werden konnte. (ES)

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