Cathay Pacific fliegt in die roten Zahlen

Überkapazitäten, Low Cost Carrier und mehr Direktflüge ab chinesischen Städten machen der Airline zu schaffen.
Cathay Pacific, B777-300ER

Die Cathay Pacific Gruppe verzeichnete im Geschäftsjahr 2016 einen anteiligen Verlust von umgerechnet CHF 74,7 Mio., dies bei einem Umsatz von rund CHF 12 Mia. 2015 resultierte bei einem Umsatz von gut CHF 13 Mia. noch ein Gewinn von CHF 769,9 Mio. Als Hauptgründe für den Gewinnrückgang nennt die Airline das generell herausfordernde Geschäftsumfeld im Luftverkehr, das vor allem vom stark zunehmenden Wettbewerb geprägt ist. Weitere erschwerende Faktoren sind die zunehmenden internationalen Direktflüge ab dem chinesischen Festland, die wachsende Konkurrenz im Low-Cost-Bereich sowie die Überkapazitäten im Markt, die sich vor allem für das Cargo-Geschäft als problematisch erwiesen. Drei wirtschaftliche Faktoren fliessen ebenso in das Resultat ein: das verlangsamte wirtschaftliche Wachstum in China, die rückläufigen Besucherzahlen in Hongkong sowie die Stärke des Hongkong Dollars.

Das Flugangebot von Cathay Pacific wurde 2016 aufgrund neuer Routen und erhöhter Frequenzen auf bestehenden Verbindungen um 2,4% ausgebaut. Die Auslastung betrug derweil 84,5% (-1,2 Prozentpunkte). Meilensteine im Jahr 2016 waren die Inbetriebnahme der ersten zehn Airbus A350-900, das Rebranding von Dragonair zu Cathay Dragon sowie die neu lancierten Flüge nach Madrid und London Gatwick.

Auch 2017 rechnet man bei Cathay Pacific mit einem herausfordernden Marktumfeld, langfristig rechnet das Unternehmen aber trotzdem mit einem Wachstum. Aufgrund des hohen Wachstums des Luftverkehrs im Asien-Pazifik-Raum rechnet Cathay Pacific mit einem jährlichen Kapazitätswachstum von 4 bis 5%.

Seit fast zwei Jahren bedient Cathay Pacific nach längerem Unterbruch die Strecke Hongkong–Zürich–Hongkong wieder mit einem Flug pro Tag.

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