Wanderreisen unter der Leitung von Experten

Imbach arbeitet mit versierten Reiseleitern zusammen, die unvergessliche Erlebnisse garantieren. Drei von ihnen erzählen von ihren Erfahrungen.

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Für den Wanderreisen-Spezialisten Imbach steht nicht nur das Naturerlebnis im Vordergrund, sondern auch die Entdeckung und das Erleben von Kulturen und Ländern. Die Reiseleiterinnen und Reiseleiter, die die Touren jeweils begleiten, sind mit viel Herzblut dabei und sind Garant für perfekt organisierte Wanderferien, gespickt mit unvergesslichen Erlebnissen. Drei von ihnen erzählen von ihren Erfahrungen.

Roberta Weiss: «Das Zusammenspiel macht jede Reise einzigartig»

Roberta Weiss

Roberta Weiss-Mariani hat Kunst, Italienische Sprache und Literatur studiert und arbeitet seit jungen Jahren – mit Unterbruch – im Nebenberuf als Reiseleiterin für Imbach Reisen. «Ich war in den 1980er Jahren die jüngste Reiseleiterin, die für den Wanderspezialisten tätig war», erinnert sie sich. Zu ihren Spezialgebieten gehören als Halbitalienerin Süditalien, aber auch Wales, Bhutan, die Insel La Réunion und Sri Lanka. Sie begleitet im Schnitt sechs bis acht Reisen im Jahr, zusätzlich auch spezielle Wanderungen mit einer fixen Gruppe, die regelmässig mit ihr unterwegs ist.

Welches ist Ihre Lieblingstour, die Sie in Italien leiten?

Die Liparischen Inseln. Es handelt sich um eine anstrengende, aber sehr abwechslungsreiche Tour. Es geht hoch hinauf und wieder runter zum Meer, aber es gibt auch viele Möglichkeiten, um zu baden. Wir sind meist mit gecharterten Schiffen von Insel zu Insel unterwegs und es hält immer wieder in einer schönen Bucht. Wir kommen sehr oft in engen Kontakt mit der Bevölkerung. Aber natürlich ist keine Reise wie die andere. Das Zusammenspiel zwischen den Teilnehmern, das Wetter, das Meer etc. machen jede Tour einzigartig. Diese Reise hält mich immer sehr wach und ich komme jeweils topfit nach Hause zurück.

Welche Region, die Sie betreuen, wird am meisten unterschätzt?

Wales verfügt über eine wunderbare Landschaft und verströmt eine unglaubliche Ruhe. Die keltische Kultur ist extrem spannend. In Italien ist es wohl Liguren, abgesehen natürlich von der Cinque Terre. Sonst hat die Region noch sehr viele versteckte Schätze, die es zu entdecken lohnt.

Was ist die grösste Herausforderung bei einer Reiseleitung?

Das Wetter mit der richtigen Wandertour zu kombinieren, vor allem dort, wo wir während der ganzen Reise im selben Hotel wohnen. Da muss ich entscheiden, wann wir welche Tour unternehmen. Das heisst, es hängt von mir ab, ob ich richtig gewählt habe und die Kunden am Schluss zufrieden sind und nicht das Gefühl haben, etwas verpasst zu haben. Ein Beispiel aus meiner letzten Reise: Wir stiegen bereits am dritten Tag auf den Vulkan Stromboli – zum Glück, denn danach wäre es aufgrund des Wetters kaum mehr möglich gewesen. Eine Wanderung kann nicht einfach ersetzt werden mit einer Besichtigung, das ist schlicht nicht dasselbe. Die Gäste kommen ja hauptsächlich, um Wanderungen zu unternehmen und sich zu bewegen.

Und welches Erlebnis ist Ihnen in besonderer Erinnerung geblieben?

Schwierig, mmmhhh. Auf La Réunion kommt es immer wieder vor, dass gewisse Strecken gesperrt sind. Tatsächlich wurde im letzten November kurzfristig ein Weg, den wir nicht auf unserem Dreitages-Trekking umgehen konnten, wegen Bauarbeiten geschlossen. Die einzige Alternative war eine sehr anstrengende Tour, die aber auch als besonders schön beschrieben wird. Ich habe mit Imbach Rücksprache gehalten – für solche Fälle gibt es auch ein Nottelefon, das immer bedient ist – und von dort wurde mir das Ok gegeben, diese Wanderung mit den Gästen zu unternehmen. Es war traumhaft schön, die Gruppe war extrem aufgestellt, half sich gegenseitig bei den schwierigeren Passagen und es entstand ein ganz besonderes Gemeinschaftsgefühl. Gruppenerlebnisse dieser Art in einer wunderschönen Landschaft zählen zu den grössten Highlights in meiner langjährigen Erfahrung als Reiseleiterin für Imbach.

Barbara Schnyder: «Die Gäste schätzen die Anekdoten, die ich erzähle»

Barbara Schnyder

Die ausgebildete Primarschullehrerin Barbara Schnyder ist in Luzern aufgewachsen und lebt seit  fast zwanzig Jahren auf Kreta. Seit zwölf Jahren arbeitet sie als Reiseleiterin für Imbach und leitet 12 bis 13 Wanderungen im Schnitt pro Jahr.

 

Wie kam die Zusammenarbeit mit Imbach Reisen zustande?

Ich lebte bereits seit einigen Jahren auf Kreta, als ich auf die Idee kam, Arbeit als Wanderführerin zu suchen. Zunächst schaute ich mich bei den Anbietern vor Ort um, bis ich zufällig eine Imbach-Reiseleiterin traf und diese mich darauf hinwies, dass der Wanderspezialist immer wieder nach versierten Wanderführern sucht.

Welches ist Ihr Lieblingsort auf Kreta?

Es gibt viele, aber bei den Weissen Bergen geht mir immer wieder das Herz auf.

Was kommt bei den Kunden am besten an?

Die Touren sind sehr unterschiedlich. Die Wanderungen in den Weissen Bergen sind eher anspruchsvoll, hier stehen das Wandererlebnis im Vordergrund und die Begegnungen mit der Bevölkerung. Die Gäste, die auf den leichteren Touren in Ost- und Südkreta mit mir unterwegs sind, schätzen die Anekdoten, die ich erzähle, Geschichten, die einen direkten Bezug zu den Orten herstellen. Aber auch das griechische Essen kommt bei den Kunden sehr gut an.

Gibt es etwas, was man gar nie auf Kreta erwarten würde?

Was die Gäste immer wieder bei den Weissen Bergen erstaunt, ist das Wilde, die Höhe der Berge und dass im Frühling noch Schnee liegt. Auch der Kontrast zum Meer ist etwas ganz Besonderes. Ich merke manchmal, dass die Kunden oft gar nicht so viel von einer griechischen Mittelmeerinsel erwarten und überrascht sind, wie viel Kreta auch wandermässig zu bieten hat.

Welches ist die grösste Herausforderung, wenn Sie mit den Kunden unterwegs sind?

Alles unter einen Hut zu bringen. Die Teilnehmenden haben, neben dem Wandern, unterschiedliche Interessen. Hier alle glücklich zu machen und die Balance zu finden, ist manchmal nicht ganz einfach.

Wie flexibel sind Sie bei der Durchführung des Programms?

Wenn die Tour einmal steht, halte ich grundsätzlich am Programm fest, wenn es die Umstände zulassen. Ich kann aber Vorschläge für das nächste Jahr machen, einerseits für neue oder abgeänderte Touren, aber auch für andere Unterkünfte. Vielleicht wurde eine neue Strasse gebaut, oder es gab einen Waldbrand, der die Wanderung beeinträchtigt. Imbach nimmt selbstverständlich auch das Kundenfeedback sehr ernst. Aus beiden Inputs entstehen dann die Touren für die kommende Saison.

Imbach bietet auch Wanderungen auf Karpathos an. Was ist das Besondere an dieser griechischen Insel?

Es ist eine wilde, gebirgige Insel, die kaum jemand kennt. Bei unseren Wanderungen, die sehr abwechslungsreich sind, begegnen wir jeweils kaum Touristen. Besonders ist aber auch die Bevölkerung. Hier herrscht noch das Matriarchat und die Frauen, die über einen besonderen Stellenwert verfügen, tragen auch im Alltag ihre Trachten. Ich finde es faszinierend, dass es in Europa noch eine Ecke gibt, wo die Tradition weiterhin so gelebt wird.

Sie machen auch die Reiseleitung auf den Ostfriesischen Inseln.

Richtig. Da ich von meinem Beruf als Reiseleiterin lebe, brauchte ich ein zweites Standbein, was die Region betrifft. In Griechenland wandert man hauptsächlich im Frühling und im Herbst, denn im Sommer ist es zu heiss. Daher arbeite ich in den Sommermonaten eher im Norden und als Imbach vor acht Jahren eine Reiseleiterin für Ostfriesland suchte, habe ich mich beworben. Seit einer Einführung – ich konnte einen Reiseleiter bei seiner Tour begleiten – bin ich auch dort im Einsatz.


Schneeschuhtour in Kemmeriboden

© Imbach

Das Herz des Berners Marcel Kaeser schlägt nicht nur für Italien, sondern auch für das Berner Oberland. In der Natur unterwegs zu sein und die wunderbaren Landschaften zu erleben und zu geniessen, sind für ihn das Besondere. Er freut sich, auf spannenden Wegen mit den Gästen unterwegs zu sein.

 

Was ist das Besondere an einer Schneeschuhwanderung in Kemmeriboden?

Kemmeriboden ist eine sehr unberührte Gegend, wo man wunderschöne Schneeschuhtouren machen kann, ohne dass man vielen Menschen begegnet. Besonders schön ist selbstverständlich, dass man auch im Winter draussen in der Natur unterwegs ist. Manchmal begegnet man auch mal einem Tier oder entdeckt Spuren, die man analysieren kann

Und wenn das Wetter mal schlecht ist?

Kemmeriboden ist ein spezieller Ort. Obwohl er sich nur auf 1000 Meter über Meer befindet, liegt dort im Winter immer viel Schnee. Wenn es schneit, bietet eine Wanderung eine ganz besondere Atmosphäre. Alles ist etwas verschwommen, meist ist es sehr still und man fokussiert sich etwas mehr auf sich selbst.

Welche Kunden buchen eine Schneeschuhwanderung in der Schweiz?

Sehr unterschiedliche. Es sind Einzelpersonen oder auch Paare, die auch im Winter gerne unterwegs sind, aber die Sicherheit und das Unkomplizierte einer geführten Tour schätzen. Sie müssen sich nicht um die Abfahrtszeit des Postautos kümmern, das Zimmer in einem schönen Hotel ist gebucht und auch die Besichtigungen sind bereits geplant. So besichtigen wir im UNESCO Biosphärenpark Entlebuch die Destillerie Studer mit Degustation und geniessen auch an anderen Orten regionale Produkte, inklusive selbstverständlich der typischen «Merängge» und wir besuchen am letzten Tag die Wasserbüffel auf einem Bauernhof in Schangnau.

Seit wann bietet Imbach diese Tour an?

Die fünftägige Schneeschuhwanderung wurde letztes Jahr ins Programm aufgenommen. Wir hatten vor rund zwei Jahren ein Reiseleitertreffen in Kemmeriboden und kamen dort auf die Idee, dass ich ein solches Angebot ausarbeiten soll. Da die Tour sehr gut aufgenommen wurde, sind wir nun für nächstes Jahr in der Evaluation für weitere Schneeschuhwanderungen.


 

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