Carmen la Cigarrera kehrt nach Sevilla zurück

Die Bühne des Távora Teatro Abierto schafft eine besonders intime Atmosphäre.
©iStock.com /silverjohn
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Hunderte Opern wurden von Sevilla inspiriert, aber vor allem Bizets «Carmen» gilt als musikalisches Sinnbild der andalusischen Hauptstadt. Eine besondere Version des Dramas um die verführerische Zigeunerin und Tabakfabrikarbeiterin Carmen schuf der sevillanische Dramatiker Salvador Távora, der zudem Flamencotänzer und Stierkämpfer war und erst kürzlich am 8. Februar 2019 im Alter von 88 Jahren verstarb.
Seine Geschichte von Carmen La Cigarrera wurde 1996 uraufgeführt und seitdem auf der ganzen Welt vor Tausenden von Zuschauern gespielt. Nach einer über zwanzigjährigen Welttournee kehrt Távoras Werk nach Sevilla zurück, um dort die Carmen-Fans aus aller Welt mit dem Drama von Liebe und Leidenschaft neu zu bezaubern. Távoras Flamenco-Oper wurde Anfang Februar dauerhaft in die Liste der Theaterproduktionen in Sevilla aufgenommen.
Die Show, die Theater und Flamenco vereint, ist nun an jedem Samstag des Jahres, mit Ausnahme des Augusts, im Theater des Dramatikers zu sehen. Die einzigartige Bühne des Távora Teatro Abierto im Stadtteil Cerro del Águila schafft mit einer Kapazität von nur 240 Plätzen eine ganz besondere, intime Beziehung zwischen Künstlern und Zuschauern.
Jeweils um 20.30 Uhr werden die Zuschauer von Reiseführern abgeholt, die ihnen die Geschichte von Carmen La Cigarrera beim Besuch der legendären Tabakfabrik erzählen. Um 21.30 Uhr beginnt dann die eigentliche Show im Theater.

TI

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