
Die melancholische Musikrichtung, die 2011 von der UNESCO zum immateriellen Kulturerbe erklärt wurde, hat ihre Wurzeln im historischen Viertel Alfama, wo in engen Gassen, auf kleinen Plätzen und in Tavernen die «Stimme Lissabons» bis heute lebt. Idealer Einstieg in die Welt des Fado ist das Fadomuseum. Interaktive Ausstellungen, Audioguides, Instrumente und seltene Aufnahmen vermitteln die Geschichte dieser Musiktradition. Regelmässige Konzerte ergänzen das Angebot. Für authentische Live-Erlebnisse bietet Alfama zahlreiche traditionsreiche Adressen. Im Clube de Fado verbinden sich portugiesische Küche und Auftritte renommierter Künstler*innen zu einem stimmungsvollen Abend. Das Fama de Alfama kombiniert regionale Küche mit Auftritten verschiedener Generationen von Fadomusikern. Besonders intim ist die Atmosphäre im Mesa de Frades. Die ehemalige Barockkapelle schafft einen aussergewöhnlichen Rahmen für die Darbietungen. Zu den legendärsten Fadohäusern zählt die Parreirinha de Alfama, die seit 1950 grosse Namen der Szene beherbergte, darunter Amália Rodrigues. Fado ist mehr als Musik. Er verkörpert die portugiesische «Saudade », das Gefühl zwischen Sehnsucht, Melancholie und Lebensfreude. Ein Abend in Alfama mit traditioneller Küche und den Fadoklängen bietet daher einen besonders authentischen Zugang zur Kultur und Lebensart Lissabons. BRA



