Entwicklungen beim Studienangebot der Tourismushochschulen

Wie haben sich die Studienangebote an den Schweizer Tourismusschulen in den letzten zwölf Monaten verändert?
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Die HFT Luzern beispielsweise, welche momentan 60 Mitarbeitende beschäftigt und 200 Studierende ausbildet, passe ihr Curriculum laufend den Gegebenheiten einer modernen und zunehmend vernetzten Welt an, erklärt Thomas P. Illes, Business Relations / Mitglied der Geschäftsleitung: «So finden im neuen Curriculum auch hochaktuelle Bereiche wie Digitalisierung und interkulturelle Globalisierungsthemen Eingang.»

DAS CURRICULUM LEHNT SICH DABEI am von der HFT Luzern entwickelten Luzerner Tourismus Management Modell (LTMM) an, an welchem sich nun auch der neue Rahmenlehrplan aller Höheren Fachschulen für Tourismus der Schweiz orientiert. Neu ist ausserdem die Übertrittsmöglichkeit der Studierenden an die Höhere Fachschule für Wirtschaft der HFW Luzern: «Nach einem Zusatzjahr ist es unseren Studierenden möglich, den Abschluss Dipl. Betriebswirtschafter/in zu erlangen», erklärt Illes.
Auch die HTW Chur passt die Lerninhalte laufend den Bedürfnissen der Wirtschaft an, betont Nicole Bischof, Projektleiterin des Bereichs Zentrale Dienste, Marketing und Kommunikation. So wird im Bachelorstudium Tourismus in diesem Frühlingssemester erstmals das Wahlpflichtfach «Health Tourism Management» durchgeführt. Ausserdem ist kürzlich das neue Certificate of Advanced Studies (CAS) Tourismus 4.0 mit 16 Studierenden gestartet, wobei ein Einstieg laufend möglich sei. Im Mittelpunkt des Studienkonzepts des CAS Tourismus 4.0 stehen zwei Pflichtmodule, welche sich mit den digitalen Möglichkeiten im Marketing & Sales der Leistungsträger und Tourismusorganisationen beschäftigen.

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AUCH IM AUSBILDUNGSPLAN der Höheren Fachschule für Tourismus Graubünden spielt der digitale Wandel eine immer wichtigere Rolle. «Neu sind drei Wochen Digitales Marketing auf das ganze Studienprogramm verteilt», erklärt Bald-Rektorin Ursula Oehy Bubel. Die Vertiefungsrichtung Marketing sei nun zeitlich so ins dritte Studienjahr gelegt, dass Studierende mit Berufserfahrung bereits während des Studiums an die eidgenössische Prüfung können, sagt Oehy Bubel. «Somit kann nebst dem HF-Abschluss auch noch der eidg. Marketingfachmann/-fachfrau abgelegt werden. Dies schafft zusätzlichen Mehrwert für die Studierenden.»

AN DER IST ZÜRICH «gibt es keine vollkommen neuen Studiengänge», so CEO Hanna Rychener Kistler, die Hochschule stelle aber das gesamte Ausbildungsprogramm um: «Wir gehen in die Modularisierung, was eine höhere Flexibilität in der Zusammenstellung der einzelnen Module erlaubt.» Zudem werde ab Januar 2020 ein viertes Studienmodell angeboten: In nur zwei Jahren können Studierende in einer Kombination aus Theorie und Praxis das HF-Diplom erlangen. Wegen des Fachkräftemangels, welcher insbesondere in der Reisebranche herrschen würde, «haben wir einen zusätzlichen berufsbegleitenden Quereinsteigerkurs mit Beginn im Sommer 2019 aufgelegt», sagt Rychener Kistler.

FB

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