Im kuschlig warmen Traumschiff durchs Eismeer

Wer auf einer Kreuzfahrt echten Luxus erleben will, fährt in die Antarktis. Edle Schiffe, wenige Mitreisende und grandiose Ruhe haben ihren Preis, dafür bleibt man unter den Happy Few.

Kein anderer Kontinent weckt so viel Entdeckerlust wie die legendäre Antarktis. Eine Expedition auf einem Polarschiff ist ein Abenteuer der luxuriösen Art. Die gegen Eisschollen immunen Schiffe sind keineswegs spartanisch eingerichtet – im Gegenteil, viele von ihnen bieten mehr Extravaganz und Annehmlichkeiten als manch ein Karibik-Cruiser. Im obersten Preissegment gibt es auch so exklusive Sachen wie einen Helikopter an Bord für den Landgang zu den Pinguinen oder ein Mini-U-Boot für wohlig warme Tauchgänge im eiskalten Wasser. Angenehm übersichtlich sind die Schiffe, die meisten bieten maximal rund 300 Passagieren Platz. An Bord ist in der Regel eine wissenschaftliche Begleitung, die fundiert die Fahrt kommentiert. Und viele der neueren Schiffe sind mit einem umweltschonenden Antrieb ausgestattet, Flüssiggas, Wasserstoffbrennzellen oder haben zumindest Hybridmotoren.


 

Mit einem Schweizer Käpt’n auf Expedition

©Hapag-Lloyd Cruises

Der Schweizer Roman Obrist ist Kapitän der neuen Hanseatic Inspiration, eines 5-Sterne-Expeditionsschiffes für 230 Passagiere des deutschen Luxus-Reeders Hapag-Lloyd. Der Seebär aus dem Engadin ist nicht nur luxuriös, sondern auch umweltschonend unterwegs. Die Reederei stellt auf allen ihren Expeditionsrouten ausschliesslich auf schadstoffärmeres Marine-Gasöl um. Und die Zodiac- Boote für den Landgang werden auf Elektroantrieb umgestellt. Das hilft nicht nur der Luft, sondern auch den Vogelfreunden auf Entdeckungstour: Deren Lieblinge werden nicht mehr von Motorenknattern verscheucht. hl-cruises.de/schiffe/hanseatic-nature-hanseatic-inspiration-hanseatic-spirit 


 

Hightech mit Heli oder U-Boot

©Scenic

Exquisites Dining, Wellness mit Spa, riesige Suiten und ein Butler stets zu Diensten, so etwas haben sonst nur Milliardäre an Bord ihrer eigenen Luxusjachten. An Bord der australischen Scenic Eclipse wird ähnlicher Luxus für maximal 200 Passagiere pro Reise auf die Spitze getrieben. Und das reicht hier noch nicht: Für Ausflüge an Land und unter Wasser stehen zwei Helikopter und ein U-Boot zur Verfügung. Das fühlt sich fast ein bisschen an wie James Bond am Südpol. www.scenic.com.au/eclipse


 

Chillen unter der Wasserlinie

©Studio Ponant/L. Patricot

Die neuesten eismeertauglichen Schiffe der französische Premium-Reederei Ponant sind erst seit letztem und diesem Jahr unterwegs und haben so poetische Namen wie Le Lapérouse, Le Champlain, Le Bougainville und Le Dumont d’Urville. So edel das tönt, so extravagant ist auch das Innere für die jeweils 180 Passagiere an Bord – modernes Design und exquisite französische Küche gehören dazu. Und das ganz Besondere: Unter der Wasserlinie ist die Blue Eye Lounge, von wo aus die Unterwasserwelt bequem zu sehen ist – wie Nautilus, aber mit trockenen Füssen. www.ponant.com


 

Mit dem Zodiac auf die Eisscholle

©Silversea

Die Silver Explorer, das Luxus-Expeditionsschiff von Silversea für 132 Passagiere, ist speziell für Reisen zu den beiden Polarregionen vorgesehen. Dank des verstärkten Rumpfs und der Lloyd’s Register-Eisklasse für Passagierschiffe kann sich das Expeditions-Kreuzfahrtschiff sicher seinen Weg durch die Eisschollen bahnen. Eine Flotte von 12 Zodiac-Booten bringt die Passagiere an den entlegensten Orten an Land, wo sonst nur Pinguine und Eisbären leben. Und ein Expertenteam liefert viel Wissenswertes zu jedem Abenteuer. www.silversea.com

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