Wohin steuert die Aus- und Weiterbildung im Tourismus?

Digitalisierung ist ein grosses Thema.
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«Auch wir als Bildungsstätte sind voll von der Digitalisierung betroffen», sagt Hanna Rychener Kistler, CEO der Höheren Fachschule für Tourismus (HFT). Dies bedeute, dass ganz neue Kompetenzen vermittelt werden müssten: «So haben wir neue Fächer mit Fachspezialisten eingeführt – Social Media, Blogging, Video Producing, Online Marketing etc.» Ein weiterer Trend ist der Wunsch seitens der Studierenden nach maximaler Flexibilität, weshalb auch die Umstellung auf die Modularisierung vorangetrieben werde (siehe Hauptartikel). «Und bei den berufsbegleitenden Angeboten, welche ja an Abenden und meistens an Samstagen stattfanden, wird der Wunsch nach einem freien Samstag immer grösser.» Auch an der HTW Chur werde der digitale Wandel berücksichtigt, denn die Digitalisierung sei von zentraler Bedeutung und stetiger Begleiter im Unterricht, wie es Nicole Bischof, Projektleiterin des Bereichs Zentrale Dienste, Marketing und Kommunikation, ausdrückt. «Deshalb kommen digitalgestützte Lehrmethoden und E-Learning-Elemente zum Einsatz.» Beliebt sei das Teilzeitmodell im Bachelorstudium, «da Beruf und Studium kombiniert werden können.» Die Unterstützung vonseiten der Arbeitgeber sei hierbei vorbildlich, unterstreicht Bischof. Die Praxisnähe der HF-Ausbildungen werde seitens Arbeitgeber extrem geschätzt, meint Ursula Oehy Bubel, Dozentin & Praktikumsbetreuerin an der HFT Graubünden, Mitglied der Schulleitung sowie ab Anfang Juni Rektorin. «Wir verzeichnen mehr Bedarf an Absolventen als Studierende, die abschliessen. Die Ausbildung wird als sehr attraktiv angesehen auf dem Markt.» Ausserdem sei der (Nachhol-)Bedarf an digitalem Wissen und Können in Bezug auf Angebotsgestaltung und Marketing sehr gross.

FB

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