Und das Geschäftsreise-Ärgernis des Jahres ist…

Die Streiks beschäftigten die deutsche Geschäftsreisebranche im letzten Jahr stark, egal ob in der Luft oder auf der Schiene. Am meisten nervte aber eine neue Gebühr.
Geschäftsreisen_Stress

Der deutsche Geschäftsreiseverband VDR hat im Anschluss an seine Jahreshauptversammlung wie gewohnt den «Return to Sender»-Award für das Geschäftsreise-Ärgernis des Jahres vergeben. Die zweifelhafte Ehre ging diesmal an die Lufthansa-Gruppe für ihre Distribution Cost Charge, die am 1. September 2015 eingeführt wurde. 38,6% wählten diese neue GDS-Gebühr auf Platz 1. «Die DCC hat im vergangenen Jahr für viel Unmut bei den Unternehmen gesorgt. Das neu eingeführte Zusatzentgelt ist nur schwer nachvollziehbar und bedeutet erheblichen finanziellen und prozessualen Mehraufwand», so VDR-Vizepräsident Ralph Rettig. Die Umfrage beschränkte sich zwar auf Deutschland, es darf aber davon ausgegangen werden, dass in der Schweiz ein ähnliches Resultat zustande käme.

Auf Platz 2, nur knapp hinter der DCC, folgen mit 36,7% die Streiks bei den Airlines. Platz 3 ist ein Deutschland-spezifisches Problem: die so genannte Snackregelung, die besagt, dass Geschäftsreisende seit 2015 jeden kleinen Bissen an Bord eines Inlandflugs als vollwertige Mahlzeit von ihrer Verpflegungspauschale abziehen müssen. Platz 4 geht dann wieder aufs Konto der streikfreudigen Transportmitarbeiter: Die Ausstände bei der Deutschen Bahn sorgten am viertmeisten für rote Köpfe in der Geschäftsreisebranche.

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