Flexibilität ist wichtigstes Kriterium für Geschäftsreisende

Eine Umfrage von SAP-Concur unter 3850 Geschäftsreisenden aus 25 Märkten zeigt erstaunliche Resultate.
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Durchgeführt wurde die SAP-Concur Umfrage von Wakefield Research, einem führenden Marktforschungs-Institut, unter Geschäftsreisenden aus Märkten in fünf Kontinenten. Die Resultate für den Deutschen Markt zeigen Erstaunliches.

Bereit für Neustart

Mit 96% wollen fast alle Befragen in den nächsten 12 Monaten wieder reisen, zwei Drittel davon geben sogar an, dazu sehr bereit zu sein. Für die Mehrheit sind Geschäftsreisen untrennbar mit ihrem beruflichen Erfolg und der Erfüllung ihrer Karriere verbunden. Nicht weiter erstaunlich ist deshalb, dass 69% befürchten, dass sich die Einschränkung von Geschäftsreisen auf sie persönlich auswirken wird.

Weniger die Angst den Job zu verlieren (9%), sondern Schwierigkeiten bei Aufbau und Pflege von Geschäftsbeziehungen (50%), weniger Verdienst (28%) und fehlender Karrierefortschritt (20%) machen dies deutlich.

Flexibilität ist wesentlicher Treiber

Für 73% der Befragten ist Flexibilität, von der Planung bis zum Abschluss der Reise, das wichtigste Kriterium, und zwar deutlich vor Impfungen (67%). Die Möglichkeit ihre bevorzugte Reiseart (47%) und die Unterkunft (42%) zu wählen, gehören zu den wichtigsten Annehmlichkeiten für Geschäftsreisende.

Flexibilität kann auch mehr Freizeit bedeuten. Deshalb geben 78% an, in den nächsten zwölf Monaten ihre Geschäftsreise mit persönlichen Ferien zu verbinden.

Die Bevorzugung von Alternativen zu Flugreisen erzielte mit 38%, verglichen zu 26% weltweit, den Höchstwert unter allen befragten Märkten. Sogar 64% erwarten, dass sie nachhaltigere Reisepraktiken anwenden werden.

Erhebliche Konsequenzen ohne Reisen

Wenn ihr Unternehmen nicht die notwendigen Richtlinien und Massnahmen zum Schutz ihrer Gesundheit und Sicherheit vorsieht, würden fast zwei Drittel Veränderungen, bis hin zu einem Stellenwechsel (15%), vornehmen.

Drei Viertel der Geschäftsreisenden sind besorgt, wenn ihr Unternehmen die Reisetätigkeit in den nächsten zwölf Monaten nicht steigert. Verglichen mit den Antworten aus allen Märkten, sorgen sich die Deutschen mit 46% deutlich mehr, dass es ohne wieder vermehrtes Reisen schwieriger sein wird, neue Geschäftsbeziehungen aufzubauen.

Sie haben Bedenken, dass es problematischer wird, neue Verträge abzuschliessen und bestehende Verträge zu verlängern. Alarmierende neun Prozent befürchten gar, dass ihr Geschäft komplett zum erliegen kommen würde.

Drei Viertel wünschen sich Lockerungen

Eine grosse Mehrheit (73%) sprechen sich dafür aus, dass die extremen Einschränkungen, die während der Covid-19-Pandemie galten, aufgehoben bzw. gelockert werden. Rund ein Drittel geht davon aus, dass sich sein Unternehmen anpassen wird, indem es Änderungen an den Richtlinien für Gesundheit und Sicherheit vornimmt. (Business Traveltip)