Feriendorf Andermatt Reuss als riesige Chance für Uri

Neben den Logiernächten steigt auch die Zahl der Arbeitsplätze und der Einwohner.

In Andermatt entsteht seit 2009 ein Tourismusresort mit neuen Vier- und Fünf-Sterne-Hotels, verschiedenen Apartmenthäusern und neuen Sportinfrastrukturen wie Golfplatz, Schwimmbad, Spa und Fitnesscenters. Neuerdings wird das Projekt «Feriendorf Andermatt Reuss» genannt. Das Skigebiet von Andermatt wird ausgebaut und mit jenem von Sedrun verbunden. Der Bahnhof und das umliegende Areal werden modernisiert. Das Urserntal soll im Zuge dieser Investitionen zu einer modernen Ganzjahresdestination werden.

Nun hat eine Studie ergeben: Das Tourismusresort hat ein gewaltiges regionalwirtschaftliches Potenzial für Ursern und für den Kanton Uri. Die Studie wurde durch die Firma Ecoplan (Altdorf/Bern) im Auftrag der Volkswirtschaftsdirektion Uri erstellt. Langfristig könne das Tourismusresort bis zu 2900 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen und jährlich CHF 15 Mio. Steuereinnahmen generieren. Bis es soweit ist, müssten jedoch verschiedene Herausforderungen gemeistert werden. So müssen z.B. zusätzlicher Wohnraum für Zuzüger und weitere Angebote für ÖV und Individual- und Warenverkehr geschaffen werden.

Investitionen liessen die Logiernächte steigen
Bis ins Jahr 2016 hat die Andermatt Swiss Alps AG (hinter der Investor Samih Sawiris steht) mehr als CHF 725 Mio. in das Tourismusresort investiert. Die Einwohnerzahl von Andermatt hat zwischen 2005 und 2015 von 1316 auf knapp 1600 Personen zugenommen und die Anzahl der Beschäftigten wuchs um 18%. Die Logiernächte stiegen um mehr als 20%, nicht zuletzt dank der höheren Bettenkapazität von rund 30%.

Von 2017 bis 2022 werden nochmals mehr als CHF 400 Mio. in den weiteren Ausbau des Resorts investiert. Mit der Eröffnung von weiteren Hotels, Apartmenthäusern und weiteren Angeboten wird die Bettenkapazität auf fast 3000 Betten steigen und sich gegenüber heute mehr als verdoppeln.

2022 werden weite Teile des Tourismusresorts sowie die gesamte Skiarena Andermatt Sedrun in Betrieb sein, weitere Elemente des Ausbaus werden später realisiert. Der Studie zufolge hat das Resort das Potenzial, die Zahl der im Kanton Uri Beschäftigten bis 2022 im Vergleich zu 2011 um mehr als 10% anwachsen zu lassen, bei einem weiteren Ausbau gar um bis zu 20%. Dies habe auch ein spürbares Wachstum der Wohnbevölkerung zur Folge. (SG)

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