Privatem Kongresszentrum in Zürich droht das Aus

Die Interessengemeinschaft Kongress-Stadt Zürich hat bisher nur rund die Hälfte der benötigten Unterschriften beisammen.
© Monoplan

Ende Mai läuft die Frist für die Eingabe einer Volksinitiative für ein privat finanziertes Kongresszentrum in Zürich ab. Gemäss einer Meldung der «Neuen Zürcher Zeitung» haben die Initianten bis dato erst die Hälfte der 3000 benötigten Unterschriften gesammelt. Vor fünf Monaten hatte die Interessengemeinschaft Kongress-Stadt Zürich den Text für die Initiative «Neue Arbeitsplätze anstatt Carparkplätze» im Amtsblatt publiziert. Unterstützt wird sie vom Stadtzürcher Gewerbeverband, von der Handelskammer, Zürich Tourismus, dem Hauseigentümerverband, dem Hotelier-Verein und weiteren namhaften Organisationen, Präsident des Initiativkomitees ist Alt-Stadtpräsident Elmar Ledergerber.

Die Initianten möchten das städtische Grundstück, auf dem heute der Carparkplatz steht, in eine Zentrumszone mit Gestaltungsplanpflicht umzonen (siehe Modell). Ziel ist gemäss Initiativtext «eine städtebaulich und architektonisch besonders gut gestaltete und nachhaltige Überbauung für ein Kongresszentrum mit Hotelnutzung». Hochhäuser bis zu 60 Meter Höhe wären erlaubt. Weiter soll ein grosser, öffentlich zugänglicher Platz oder Park mit Anbindung zum Platzspitz entstehen. Die Stadt gäbe ihr Land im Baurecht an private Partner ab – für mindestens 60 Jahre.

Kommen die 3000 Unterschriften bis Ende Monat nicht zusammen, wäre das Projekt wohl gestorben. Bereits zurückgezogen habe sich die ETH, welche die Idee zu Beginn mitgetragen hat. (MICE-tip)

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