Relais & Châteaux und «Slow Food» spannen zusammen

Die Nahrungsmittelproduktion ist für 30% der CO2-Emissionen verantwortlich.

Bei Relais & Châteaux sind die Liebe zum guten Essen, die Erhaltung der biologischen Vielfalt und der Schutz der Umwelt gelebte Maximen. Deshalb setzt die Vereinigung von Hotels und Restaurants ihre Partnerschaft mit der Nichtregierungsorganisation Slow Food fort. Unter dem Label «Food for Change» beteiligen sich weltweit Relais & Châteaux-Köche an Events, darunter auch drei aus der Schweiz.

Dazu gehören Stéphane Décotterd (Foto) vom Restaurant Le Pont de Brent, Stefan Lünse vom Lenkerhof Gourmet Spa Resort sowie Gilles Vincent vom Hotel Victoria in Glion und servieren ihren Gästen vom 3. bis 6. Oktober 2019 ausgewählte Food for Change-Menus. Die Verarbeitung lokaler und saisonaler Produkte, der Verzicht auf die Verwendung von industriell erzeugtem Fleisch oder die Verringerung des Fleischgehalts in Gerichten tragen dazu bei, den ökologischen Fussabdruck erheblich zu verkleinern. Die Nahrungsmittelproduktion ist für 30% der CO2-Emissionen verantwortlich.

Nachhaltigkeit beim Essen

Für «Food for Change» präsentieren die Küchenchefs von Relais & Châteaux nachhaltige Menüs, um die Öffentlichkeit für die Qualität und Herkunft der einzelnen Zutaten zu sensibilisieren. Dabei gelten unter anderen die folgenden Richtlinien:

  • Es werden nur saisonale Zutaten, nach Möglichkeit Bio-Produkte, aus der Region verwendet (weniger als 50 km des Betriebs entfernt).
  •  Es werden vegetarische Gerichte oder Menüs kreiert.
  •  Tropische Früchte werden vermieden, wenn sich das Mitgliedshaus in einer gemässigten Klimazone befindet.
  •  Die Menge der Fleischprodukte in den Menüs wird reduziert.
  •  Es werden lokale Tierarten statt konventionellerer verwendet.
  •  Rindfleisch wird vermieden und nach Möglichkeit z. B. durch Schaf, Ziege, Truthahn etc. ersetzt.
  •  Es werden keine Jungtiere ausser Lämmern und Zicklein verwendet.
  •  Nachhaltige, ethisch produzierte Meeresfrüchte gemäss dem Ethic Ocean-Leitfaden werden verwendet.
  •  Es wird möglichst der Grundsatz «null Abfall» eingehalten. (MICE-tip)

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