Arosa Tourismus kämpft gegen Shitstorm

Das Apartmenthaus Paradies sorgt für weltweit schlechte Presse.
© www.paradiesarosa.ch

Wer derzeit nach Arosa-News googelt, findet allerorten das Bild eines Plakats aus dem Apartmenthaus Paradies, das international für Aufsehen gesorgt hat (siehe Tweet unten). Die Verwalterin hatte darauf jüdische Gäste («Frauen, Männer und Kinder») dazu aufgefordert, doch bitte vor dem Benutzen des Swimmingpools zu duschen. Im Haus verkehren häufig Gäste aus Israel, darunter auch streng orthodoxe Juden. Ein Gast hatte den «Fall» dem israelischen TV-Sender Channel 2 gemeldet. Und dann nahm das Unglück seinen Lauf. Mehrere Zeitungen berichteten, in den Sozialen Medien kam es zu unschönen Kommentaren. Sogar Aussenminister Didier Burkhalter musste sich gegenüber dem israelischen Aussenministerium verteidigen.

Am meisten Image-Schaden trägt aber wohl Arosa selber davon, das viele jüdische Gäste beherbergt. So hat sich denn auch Tourismusdirektor Pascal Jenny gegenüber «Blick» geäussert: Man betreibe mit allen Hotels eine stete Kommunikation, wie man den verschiedenen Tourismusgruppen korrekt begegne. Nach diesem Vorfall werde man diese nochmals aufnehmen und intensivieren. «Wir werden die Hotels darauf hinweisen, dass so was nicht geht und auch nicht toleriert wird», so Jenny.

Im Paradies hängt laut Swissinfo.ch inzwischen ein Schild, wie es von Anfang an korrekt gewesen wäre: «Willkommen in unserem Hallenbad. Bitte das Duschen nicht vergessen!» (SG)

Dieses Schild sorgte für viel Unmut:

 

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