Auch das Mietwagengeschäft ist von der Corona-Krise betroffen

Auto-Abos boomen hingegen.
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Während in Flugzeug, Zug oder Bus immer weniger Passagiere unterwegs sind, steigt die Nachfrage im Individualverkehr für die Anbieter von Auto-Abos. «Wir spüren durch das Coronavirus einen regelrechten Ansturm von Privatpersonen und Unternehmen, die unsicher sind und vom Zug ins Auto wechseln wollen», erklärt Raffael Fiechter, Mitgründer des Zürcher Auto-Abo-Start-ups Carify, gegenüber dem «Blick». Vorteil der Abo-Modelle: Man kann ein Auto wie ein eigenes nutzen, es aber kurzfristiger als zum Beispiel beim Leasing wieder zurückgeben.

Roberto Delvecchio, Direktor Sales und Marketing bei Hertz in der Schweiz, spürt für das Hertz-Abo-Modell Mini Lease zwar ebenfalls Aufwind. «Das kann aber den Rückgang beim klassischen Mietwagengeschäft nicht ausgleichen. Geschäftskunden und Touristen haben rapide abgenommen.» Hertz werde dennoch keine spezielle Corona-Strategie aufgleisen: «Mietwagenpreise sind Tagespreise. Sinkt die Nachfrage, sinken die Preise sowieso.» Umgekehrt plane Hertz keine Aufschläge auf die Abo-Tarife: «Es wäre völlig falsch, aus der derzeitigen Ausnahmesituation auch noch Profit schlagen zu wollen.»

Das klassische Mietwagen-Geschäft muss jedoch Rückschläge hinnehmen, wie Corinne Zellweger, Leiterin Sekretariat des Autovermieter-Verbands der Schweiz AVS, gegenüber dem «Blick» ausführte. Zudem ist sie Geschäftsführerin der Autovermietung Miet and Drive in Zürich-Limmattal. «Busreisen, etwa nach Italien, wurden abgesagt oder vorzeitig abgebrochen. Wenn Messen ausfallen, brauchen Aussteller keine Kleintransporter mehr, im Gewerbe gehen die Aufträge zurück und Privatkunden bleiben lieber zu Hause. Wir verzeichnen einen spürbaren Einbruch», führt Zellweger aus. (MICE-tip)

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