Die Messe Schweiz reagiert auf Kritik

Die MCH Group kämpft seit einiger Zeite mit dem schwindenden Interesse von Ausstellern und Besuchern.
© MCH Group

Die Messebetreiberin MCH Group mit Sitz in Basel reagiert laut verschiedenen Medien auf die Kritik einer Aktionärsgruppe. Sie hat im Hinblick auf die ausserordentliche GV vom kommenden Mittwoch Fragen der Gruppe beantwortet, Fehler eingeräumt und konkretisiert, welche strategischen Optionen geprüft werden.

So komme auch der Einstieg neuer Investoren in Frage. Dies könne mit einer Kapitalerhöhung und strukturellen Veränderungen verbunden sein, heisst es in der Mitteilung. Weiterhin werde aber auch die Option geprüft, das Dienstleistungsgeschäft Live Marketing Solutions zu verkaufen. Denkbar sei aber auch eine Lösung, welche ein angemessenes Wachstum dieses Segments innerhalb der Gruppe ermögliche.

Weiterhin werde aber auch die Option geprüft, das Dienstleistungsgeschäft Live Marketing Solutions zu verkaufen. Denkbar sei aber auch eine Lösung, welche ein angemessenes Wachstum dieses Segments innerhalb der Gruppe ermögliche.

MCH hatte im September bekannt gegeben, «verschiedene Optionen» zu prüfen, darunter den Verkauf. Der mögliche Einstieg neuer Investoren wurde jedoch nicht erwähnt. Dies habe zu Missinterpretationen geführt und deshalb habe man das nun deutlicher machen wollen, erklärte ein MCH-Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP.

Widerstand von Aktionärsgruppe

MCH will sich künftig auf die Entwicklung der klassischen Messen und Events fokussieren. Dazu soll in die Digitalisierung und in die Internationalisierung investiert werden. Diese Strategie und insbesondere der mögliche Verkauf des Dienstleistungsgeschäfts stösst bei Aktionären aber auf Widerstand.

So hat eine Aktionärsgruppe die Einberufung der ausserordentlichen Generalversammlung verlangt. Die Gruppe wird von der AMG Fondsverwaltung vertreten und meldete zuletzt einen Anteil von 10,55 Prozent. An der von ihr geforderten GV sollten die Einleitung einer Sonderprüfung, die Offenlegung von Geschäftsbüchern sowie die Änderung der Statuten behandelt werden.

Dabei warf die Gruppe 39 Fragen zu den verschiedenen Übernahmen, Engagements und Projekten auf, der Liegenschaftsstrategie sowie der generellen Strategie. Bei der Beantwortung dieser Fragen räumte der MCH-Verwaltungsrat nun ein, dass «aus heutiger Betrachtung Fehler gemacht» worden seien. Die Umsetzung der bis 2018 verfolgten Diversifikationsstrategie habe sich vor dem Hintergrund des sich sehr stark und sehr schnell verändernden Messe- und Marketinggeschäfts als grosse Herausforderung gestaltet.

Korrekturen eingeleitet

Der Verwaltungsrat habe die erforderlichen Korrekturmassnahmen eingeleitet und die wesentlichsten davon seien bereits umgesetzt, heisst es weiter. So habe das Gremium die Geschäftsleitung mit erfahrenen Führungskräften neu besetzt und die Führungsstruktur neu geregelt.

Die MCH Group kämpft seit einiger Zeit mit dem schwindenden Interesse von Ausstellern und Besuchern von Präsenzmessen und musste nach dem Rückzug des Uhrenkonzerns Swatch von der Baselworld das Geschäft restrukturieren und Abschreibungen vornehmen, wodurch rote Zahlen anfielen. (MICE-tip)

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