Auch BCD-Kunden können sich GDS-Gebühr bei British/Iberia sparen

Als letzte der grossen Travel Management Companies schliesst BCD eine Vereinbarung ab. Wie bei den anderen Anbietern gilt allerdings eine Einschränkung.

Der Geschäftsreiseanbieter BCD Travel hat mit British Airways und Iberia vereinbart, dass Kunden ohne Berechnung der Distribution Technology Charge bei besagten Airlines buchen können. Die beiden Fluggesellschaften hatten Anfang dieses Jahres angekündigt, dass ab dem 1. November für alle Flüge, die nicht über den neuen Flugdatenstandard NDC oder die Airline-Websites, Vertriebsstellen und Call-Center gebucht werden, eine Distribution Technology Charge – oder kurz DTC – anfällt. Dieser Zuschlag wird für Buchungen erhoben, die über die Global Distribution Systems (GDS) vorgenommen werden, jedoch nicht für Buchungen, denen der neue Datenstandard NDC zugrunde liegt.

Im Rahmen der mehrjährigen Vereinbarung verpflichtet sich BCD Travel, in Zusammenarbeit mit British und Iberia sowie mit Technologieanbietern zu untersuchen, wie das Geschäftsreiseerlebnis für gemeinsame Kunden und Reisende mit neuen Technologien und Distributionswegen weiter verbessert werden kann. «BCD ist es darüber hinaus wichtig, dass für Unternehmen die Vorteile traditioneller Vertriebskanäle erhalten bleiben und wird sich weiterhin mit der Möglichkeit einer von den GDS bereitgestellten umsetzbaren NDC-Lösung befassen», schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung.

Noch nicht alle GDS ziehen mit
Die getroffene Vereinbarung wird allerdings erst von einem der drei globalen Computerreservierungssysteme Amadeus, Galileo und Sabre unterstützt, sodass BA und IB auf die DTC für Buchungen verzichten können. BCD zeigt sich zuversichtlich, dass eine ähnliche Unterstützung auch von den anderen beiden GDS zu erwarten ist.

Die anderen grossen Geschäftsreiseanbieter CWT, HRG und Amex GBT haben bereits zuvor entsprechende Vereinbarungen getroffen. (SJ)

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