Adria Airways befindet sich auf Partnersuche (Ausgabe 2012-04)

Die Zürich-Strecke ist ein Erfolg. Nun soll die Position im Balkan gestärkt werden.

Am 29. März wird es 20 Jahre her sein, seit Adria Airways (JP) die Route zwischen Zürich und Ljubljana eröffnet hat. In dieser Zeit hat JP rund 750 000 Passagiere aus der Schweiz nach Slowenien befördert. Zürich ist auch heute noch dank zwei täglichen Verbindungen einer der wichtigsten Flughäfen im Streckennetz der Airline.

Doch nicht alles ist rosa. Adria Airways entging 2011 nur knapp dem Bankrott und musste mit Geld des slowenischen Staats, welcher 67% an der Airline hält, gerettet werden. «Wir werden kein weiteres Mal Geld erhalten», weiss Matjaz Marinsek, der seit November 2011 Chief Commercial Officer von JP ist. Deshalb schaue sich Adria Airways nach einem strategischen Partner um. Der slowenische Staat hat zudem signalisiert, dass er bereit wäre, seine JP-Anteile an einen ausländischen Carrier zu verkaufen.

Um aus eigener Kraft zu wachsen, will Marinsek einerseits das Streckennetz im Balkanraum ausweiten. Um Marktanteile streitet sich JP hier nicht nur mit anderen regionalen Carriern, sondern auch mit den Star-Alliance-Partnern AUA und Croatian Airlines. Andererseits soll der Point-to-Point-Verkehr in Hubs wie Zürich, London, München, Brüssel oder Moskau weiter gestärkt werden. Ferner will Marinsek den slowenischen Heimmarkt besser bearbeiten.

Im Business-Plan bis 2015 sei keine Flottenerneuerung vorgesehen. Die aktuell eingesetzten CRJ-200 sind nur 5–6 Jahre alt. Allerdings haben diese Jets höhere Treibstoffkosten als die Propellermaschinen, welche teils noch von der Konkurrenz auf Balkan-Strecken eingesetzt werden.

JCR