Aer Lingus (EI) eröffnet im April eine Auslandsbasis am Airport
London Gatwick. Die vier dort stationierten Airbus A320 werden auf
neuen Strecken nach Zürich, München, Wien, Nizza, Malaga, Faro, Dublin
und Knock eingesetzt.
Die neuen täglichen Flüge ab Gatwick nach Zürich mit dem 174-plätzigen
A320 erhöhen die Kapazität von Aer Lingus ex Schweiz um satte 40%, wie
Paola Zuber von EI-GSA Airlinecenter bekannt gibt. Angesichts der
anderen Destinationen, welche EI ab Gatwick anbietet, dürften die Flüge
für Schweizer Kunden nur zielrein nach London führen. Dazu Zuber: «Am
Anfang wird es sicher so sein. Später ergeben sich vielleicht weitere
Möglichkeiten für attraktive Anschlüsse zu internationalen Flügen, etwa
mittels Codeshares.» Der Flug bietet schon jetzt Verbindungen auf Flüge
anderer Carrier wie beispielsweise Air Namibia.
Nach dem Rückzug von British Airways aus Gatwick bietet Aer Lingus eine
Chance: «Passagiere aus der Schweiz, welche via Gatwick fliegen wollen,
müssen nicht mehr den Flughafen wechseln, wenn sie Aer Lingus buchen»,
so Zuber. Die neue Route soll ganzjährig durchgeführt werden.
Die Flüge verlassen Zürich um 16.00 Uhr (Ankunft London 16.40 Uhr);
Gatwick verlässt man um 12.40 Uhr und landet um 15.20 Uhr in Kloten.
Primär wird der Leisure-Markt angepeilt, Zuber hofft aber auch
Business-Kunden zu gewinnen: «Unser Potenzial sind Business-Passagiere,
welche nur für einen Tag nach London fliegen und einen günstigen Tarif
brauchen.» Der Launch-Tarif hat es denn auch in sich: CHF 58 One-Way,
inklusive Taxen. Zuber verspricht, dass Aer Lingus immer gute Preise
(sowohl im Web als auch im GDS) anbieten wird und dass das
Airlinecenter grosse Kontingente und attraktive Gruppenofferten
anbieten kann.
Dennoch ist Aer Lingus nicht unbedingt «top of the mind» für jene, die
nach London fliegen wollen. Deshalb plant das Airlinecenter eine grosse
Endkonsumentenkampagne. Für den Trade sind ein grosser Launch-Event am
Flughafen sowie interessante PEP-Fares in Bearbeitung, ebenso weitere
Aktivitäten mit Schweizer TOs und Londoner Incoming-Agenturen.
Jean-Claude Raemy



