Herr Lubich, wie war die Passagierentwicklung 2009 im Schweizer Markt?
2009 war für Air Baltic ein sehr erfolgreiches Jahr in der Schweiz.
Durch die Eröffnung der neuen Verbindung von Genf nach Riga und den
Ausbau der Verbindung von Zürich nach Riga konnten wir den Umsatz im
höheren zweistelligen Prozentbereich steigern. Darüber hinaus werden
auch unsere Umsteigeverbindungen im Schweizer Markt sehr gut angenommen.
Was sind Ihre Ziele für 2010 im Schweizer Markt?
2010 knüpfen wir an die positive Entwicklung vom letzten Jahr an. Im
Sommer bieten wir daher einen weiteren Flug von Zürich nach Riga an
(insgesamt fünfmal pro Woche) sowie dreimal pro Woche von Genf nach
Riga.
Ein wichtiges Ziel für 2010 ist es, unsere Umsteigeverbindungen via
Riga noch bekannter zu machen. Unsere Flugpreise via Riga zu 19
Destinationen in Skandinavien und Finnland, nach Osteuropa und zu
unseren Zielen in Zentralasien und Nahost sind sehr attraktiv.
Umsteigen in Riga ist schnell und einfach möglich die Gesamtreisezeit
verlängert sich dadurch nicht oder nur wenig, verglichen mit anderen
Umsteigeverbindungen über grössere Hubs der Mitbewerber.
Ein weiteres Ziel ist es, die Business Class auf unseren Flügen ab der
Schweiz noch besser auszulasten. Unser Premium-Produkt ist sowohl für
service- als auch für preisorientierte Gäste eine hervorragende
Alternative zu den Flügen unserer Mitbewerber.
Welche Marketingaktivitäten sind in der Schweiz 2010 geplant?
Zusammen mit unseren Partnern, den Reiseveranstaltern, werden wir auch
2010 Workshops für Reisebüromitarbeiter anbieten. Hierbei liegt der
Schwerpunkt auf dem Baltikum und Kombinationen mit Skandinavien,
Finnland und Russland. Reisen ins Baltikum sind in der Schweiz im
Trend, wir sehen jedoch noch einen Bedarf
an Informationen, besonders da es in der Schweiz leider keine Fremdenverkehrsämter der baltischen Staaten gibt.
Die Flüge ab Zürich und Genf werden 2010 verstärkt in Verkaufsaktionen
eingebunden, sowohl im Eigenvertrieb als auch für GDS-Buchungen.
Darüber hinaus werden wir kleinere Kampagnen in der Fachpresse auflegen.
Wie hoch ist der Anteil Reisebüro-Verkauf in der Schweiz?
Rund 50 Prozent der Air-Baltic-Ticketss werden in der Schweiz durch Reisebüros vertrieben. Dazu zählen auch Online-Reiseportale.
Sind Produkte-News in Vorbereitung?
Derzeit prüfen wir die Möglichkeit von Verbindungen ab/via Riga in den
Nahen Osten, insbesondere Verbindungen nach Kairo, Baghdad und Kuwait.
In Kürze werden wir in Riga einen innovativen Fahrradverleih starten.
Fahrräder können dann an mehreren Mietstationen problemlos ausgeliehen
werden. Die Zahlung erfolgt bequem per Kreditkarte. Damit ermöglichen
wir den Einwohnern der Stadt sowie
interessierten Touristen, sich schnell und komfortabel im Stadtgebiet bewegen zu können.
Seit 1. April haben wir Kooperationen mit der Ergo Versicherungsgruppe
(ERV) geschlossen und können dadurch ein verbessertes
Reiseversicherungsprodukt für Online-Buchungen anbieten. Durch ein
weiteres Abkommen mit Avis sind auf dem Online-Buchungsportal nun auch
Angebote bestehend aus Flug, Hotel und Mietwagen buchbar.
Welche Strecken fliegen Sie 2010 neu?
Ab/via Riga: Amman, Beirut, Belgrad, Madrid, Visby, Lulea, Umea, Vaasa, Rovaniemi, Kuusamo.
Ab Vilnius: Hamburg, Dublin, Oslo, London.
Ab Tallinn: Stockholm, Turku, Tampere, Lappenranta, Oulu.
Ab Stockholm: Oulu.
In Finnland: TampereRovaniemi, LappeenrantaKuusamo, LappeenrantaKuopio.
Ist es denkbar, dass es ab Zürich in naher Zukunft Flüge nach Vilnius geben wird?
Wir werden in Kürze eine Basis in Tallinn eröffnen und damit Flugzeuge
und Besatzungen in allen drei baltischen Ländern stationiert haben.
Derzeit können wir hervorragende Verbindungen via Riga nach Vilnius
und auch nach Kaunas, Palanga, Tallinn und Tartu anbieten. Wir
beobachten den Markt jedoch genau, und wenn es das Passagieraufkommen
zulässt, sind auch weitere Direktflüge denkbar.



