Die Spatzen pfiffen es längst von den Dächern, seit letzter Woche ist es offiziell: Air France lanciert ab dem 31. März, also auf den Sommerflugplan hin, eine neue Regionalflugmarke namens «Hop!». Unter dieser Marke werden die bisherigen 100%-Töchter Britair, Régional und Airlinair gebündelt. Der IATA-Code «A5» wird von Airlinair übernommen.
Grundsätzlich wird Hop alle französischen regionalen Domesticflüge mit Ausnahme der Verbindungen ab Paris-CDG und Paris-Orly durchführen, dazu internationale Kurzstreckenverbindungen im Point-to-Point. Sämtliche internationalen Flüge ab Lyon, Strassburg, Nizza und Bordeaux werden von Hub durchgeführt, allerdings im Codeshare mit Air France. Insgesamt werden ab dem kommenden Sommer 530 tägliche Flüge zu 104 Destinationen in Frankreich und Europa von Hop durchgeführt, dazu noch zu 32 Destinationen im Auftrag von Air France.
In der Schweiz wird man Flugzeuge in Hop-Bemalung an allen drei Landesflughäfen sehen. So werden die neuen Flüge ab Basel nach Calvi und nach Figari (auf Korsika) von Hop durchgeführt, ebenso die elf wöchentlichen Verbindungen ab Basel nach Lyon. Dazu kommen saisonale Verbindungen wie der neue wöchentliche Flug GenfCalvi oder die Verbindung GenfBiarritz, wo Hop die Flüge im Codeshare mit Air France durchführt.
Die sechs täglichen Flüge von Zürich nach Paris-CDG, sowie die je sechs täglichen Flüge von Basel nach Paris-CDG und nach Paris-Orly werden ihrerseits mit Hop-Maschinen durchgeführt, welche aber von Air France gechartert sind, wo also nur der Code von Air France verwendet wird. Diese Linien wurden bisher von Britair, Régional oder Airlinair im gleichen System bedient. «Der Grund für diese Vercharterung hat damit zu tun, dass Air France diese Verbindungen nachfragegerecht anbieten will», erklärt Annalisa Repetto, Sprecherin von Air France Schweiz. Es kommen nämlich Hop-Flugzeuge mit 48 bis 100 Plätzen zum Einsatz; Air France hat mit eigener Bemalung keine Flugzeuge mit weniger als 123 Sitzen (im A318) im Angebot.
Für die Organisation von Air France-KLM Schweiz ändert sich durch die Lancierung von Hop nichts, allerdings werden die Sales-Teams künftig auch für Hop am Markt aktiv sein und somit die 3000 Hop-Angestellten aktiv unterstützen.
Laut Repetto richten sich die Hop-Angebote primär an Kunden, die «hohe Frequenzen und kurze Direktflüge zu günstigen Tarifen suchen». Dabei werde Hop auch auf neue Technologien und Social Media setzen, um einen möglichst intensiven und direkten Kundenkontakt pflegen zu können. Laut einer Hop-Mitteilung sei es heutzutage auch so, dass 60 % aller Europäer ihre Flugtickets online kaufen.
Seit Kurzem kann man nun unter www.hop.fr die Tickets online buchen.
Dreistufiges Tarifsystem für Hop
Das Tarifsystem von Hop ist ein À-la-carte-Modell, wie es in der Airlinebranche inzwischen schon weit verbreitet ist. Die Idee: Der Tarif orientiert sich an der gewünschten Flexibilität, wobei zwischen drei unterschiedlichen Tarifangeboten ausgewählt werden kann.
So gibt es «Basic», mit Tarifen ab EUR 55 inkl. aller Taxen. Hier ist jedoch zum Beispiel das eingecheckte Gepäck nicht inbegriffen. Mit «Basic Plus» erhält man mehr Dienstleistungen (z.B. Gepäck inbegriffen, Meilengutschrift). Der Tarif «Maxi Flex» bietet komplette Flexibilität und beinhaltet alle verfügbaren Dienstleistungen. Die Mitnahme von Handgepäck und ein Snack während des Fluges sind in jedem Fall inbegriffen.
Jean-Claude Raemy



