Air France-KLM: Ein gewichtiger Player in den Nordländern (Ausgabe 2009-02)

Das Streckennetz ab Amsterdam und Paris in den Norden lässt kaum Wünsche offen.

Die niederländische KLM verfügt dank der idealen geografischen Lage
ihres Hubs Amsterdam-Schiphol schon seit Jahren über ein umfassendes
Streckennetz in den nordischen Ländern. Dieses wurde in den letzten
Jahren systematisch ausgebaut; die neuste Route
wurde 2007 eingeführt, ins schwedische Linköping.

Gemeinsam mit Partner Air France bietet KLM 427 wöchentliche Flüge in
die Nordländer: In Dänemark nach Kopenhagen und Billund, in Schweden
nach Stockholm, Göteborg und Linköping, in Norwegen nach Oslo, Bergen,
Kristiansand, Stavanger, Trondheim und Sandefjord, sowie in Finnland
nach Helsinki.

Für Kunden aus der Schweiz gibt es zahlreiche gute Umsteigeverbindungen
in den Norden, dank fünf täglichen Zubringerflügen ex Zürich oder Genf
nach Amsterdam und einer maximalen Umsteigezeit von rund einer Stunde.
Alle Städte können ab Zürich und Genf innerhalb eines Tages erreicht
werden; ab Basel im Prinzip auch, aber für die KLM-Destinationen muss
man via Paris und
Amsterdam fliegen. Wichtig: KLM und Air France bieten frei kombinierbare Tickets mit Hinflug via Paris, Rückflug via Amsterdam.

Laut Anna lisa Repetto (Sprecherin von AF/KL Schweiz) ist der Norden
einer der wichtigsten Märkte für KLM, sowohl als Zubringermarkt wie
auch als Destination für Leisure- und Businessreisende aus der ganzen
Welt beziehungsweise der Schweiz. Der Mix zwischen Leisure- und
Business-Traffic ist hier sehr gut – gewisse Strecken sind für die
In-dustrie sehr bedeutsam, beispielsweise die Orte an der norwegischen
Fjordküste für die Öl- und Gasindustrie. So wählen laut Air France-KLM
mehr als ein Fünftel aller Passagiere, welche von Zürich nach Oslo
fliegen, die KLM. Nach Bergen sind es
sogar mehr als ein Drittel. «Der Norden geniesst Priorität», erklärt Repetto.

Das zeigt sich einerseits darin, dass die Frequenzen laufend optimiert
werden und moderneres Fluggerät (z.B. Embraer 190 statt Fokker 100) mit
mehr Kapazität auf diese Strecken eingeplant wird. Andererseits hat KLM
in der Schulter- und Nebensaison traditionell preisliche Topangebote
für nördliche Destinationen im Angebot. Eigentliche Werbekampagnen für
den Norden sind hingegen eher selten.

Jean-Claude Raemy