Air France-KLM sieht drei Gründe für den Erfolg in der Schweiz (Ausgabe 2010-46)

Dabei handelt es sich um Verbesserungen beim Service, im Tarifsystem und am Hub in Paris.

Vincent Vogt, seit September 2009 Generaldirektor Alps/Balkan von Air France-KLM mit Sitz in Genf, kann zufrieden sein. Seit seinem Amtsantritt haben sich die Anzahl Passagiere und der Umsatz pro angebotenen Sitzkilometer kontinuierlich erhöht. «Wir sind besonders stolz über das Wachstum in den Klassen Premium Voyageur und La Première sowie im Cargo-Bereich», hält Vogt fest.

Die Premium Voyageur, eine Art Economy Plus, hat laut Vogt bereits fünf Monate vor Ablauf des Geschäftsjahrs die budgetierten Zahlen überholt. Ausserdem habe der Erfolg die Nachfrage im Premium-Bereich nicht tangiert: «Mehrheitlich buchen Leisure-Passagiere die Premium-Voyageur-Klasse», so Vogt.

Für den Gesamterfolg gibt es drei tragende Säulen, welche im Anschluss an eine grosse Erhebung bei Schweizer Reisebüros im Frühling 2010 definiert wurden. Einerseits ging es um die Kenntnis des Hubs Paris Charles-de-Gaulle (CDG), andererseits um Verbesserungen im Service und bei den Tarifen.

Seit dem Frühling wurden zahlreiche Agenten nach Paris CDG eingeladen, um sich ein Bild über die Verbesserungen am oft negativ beurteilten Flughafen zu machen. Vogt hebt heraus, dass Passagiere aus Zürich, welche im Terminal 2G ankommen, nun sehr schnell mit einem Shuttle die Langstreckenflüge im Terminal 2E erreichen können, und dies ohne weitere Sicherheitskontrolle. Überhaupt habe die Erhöhung der «Minimum Connecting Time» dazu geführt, dass inzwischen 96,8% der Passagiere in CDG ihren Anschlussflug erreichen, was über dem IATA-Schnitt ist. Ebenfalls bemerkenswert: In CDG gab es im Sommer 2010 pro Woche 23628 Anschlussmöglichkeiten im Bereich Lang-/Mittelstrecke; gemeinsam mit Amsterdam (9470) also über 33000 Möglichkeiten für AF/KL-Kunden. Zum Vergleich: Die Lufthansa-Swiss-Hubs Frankfurt (11913), München (6065) und Zürich (4233) bringen es gemeinsam auf 22211 Verbindungen, die BA/Iberia-Hubs London-LHR (5408) und Madrid (2104) gar nur auf 7512 Verbindungen.

Im Bereich Service gibt es Verbesserungen durch das neue Call Center in Amsterdam, welches seit dem 21. Oktober die Schweizer Kunden von Air France-KLM und Delta zweisprachig bedient. 

Für Tarif-Flexibilität hat Air France schon im Frühling mit der europaweiten Einführung eines neuen Tarifsystems gesorgt. Vereinfachung, Leserlichkeit und Stabilität der Preise waren die Ziele. Nun sind sämtliche Tarife von Air France, KLM, Delta und Alitalia frei kombinierbar. Ebenso werden laut Vogt bis Juni 2011 die Buchungsklassen von Air France, KLM und Delta vereinheitlicht.

Die grössten Chancen im Schweizer Markt sieht Vincent Vogt im Joint Venture zwischen Air France-KLM, Delta und Alitalia, welches stets vertieft wird. Die Kunden aus der Branche und dem Commercial-Bereich haben nur noch einen einzigen Ansprechpartner für sämtliche Airlines, wobei die Alitalia zurzeit noch eine eigene Sales-Struktur in der Schweiz hat. Vogt erinnert auch daran, dass AF-KL und Delta 26% des Transatlantikverkehrs inne-haben.

Weiteren Erfolg erhofft sich Vogt überdies vom KMU-Produkt «Blue Biz». Das Gratis-Vielflieger-Treueprogramm gibt nicht nur der Firma, sondern auch den Mitarbeitenden mit Flying-Blue-Mitgliedschaft Meilengutschriften.

Jean-Claude Raemy

Riesiges Flugangebot ex Schweiz

Air France: 192 wöchentliche Flüge

41 Flüge Zürich–Paris CDG: 6x/Tag (Mo–Fr, So), 5x/Tag (Sa)

12 Flüge Bern–Paris Orly: 2x/Tag Mo–Fr, 1x/Tag (Sa, So) 

27 Flüge Basel–Paris CDG: 4x/Tag (Mo–Fr, So), 3x/Tag (Sa) 

36 Flüge Basel–Paris Orly: 6x/Tag (Mo–Fr), 3x/Tag (Sa, So)

14 Flüge Basel–Lyon: 3x/Tag (Di–Fr), 1x/Tag (Mo, So) 

62 Flüge Genf–Paris CDG: 9x/Tag (Mo–Fr, So), 8x/Tag (Sa)

KLM: 82 wöchentliche Flüge

34 Flüge Zürich–Amsterdam: 5x/Tag (Mo–Fr, So), 4x/Tag (Sa)

34 Flüge Genf–Amsterdam: 5x/Tag (Mo–Fr, So), 4x/Tag (Sa)

14 Flüge Basel–Amsterdam: 2x/Tag

Air France-KLM-Delta in der Schweiz

In der Schweiz arbeiten rund 150 Personen für Air France-KLM: 35 im Verkauf, 24 im Bereich Cargo, 62 für Bodendienste an den Flughäfen und der Rest in der Regionaldirektion Alps/Balkan in Genf, welche für Finanzen, HR, Pricing, E-Commerce, Kommunikation, Business Intelligence und Marketing zuständig ist. Die wichtigsten Ansprechpartner für den Trade sind:

Generaldirektor AF-KLM Alps/Balkan: Vincent Vogt

Country Manager Schweiz: Sylvie Boulant 

Sales Management Assistant GVA: Myriam Pritzy 

Group Coordinator GVA: Muriele Martinet

Sales Manager ZRH: Lena Knaus 

Sales Management Assistant ZRH: Brigitte Zbinden

Inside Sales Team Leader ZRH: Salvatore Salerno 

(steht einem Team von vier Inside Sales Agents vor)

Sales Team Leader GVA: Juan Abad 

(steht einem Team von sechs Inside Sales Agents vor)

Sales Reps ZRH: Koos de Wit, Marilena Pagliuca, Tanja Meier

Sales Reps GVA: Stefano Merlo, Nora Cottely

Global Account Manager Schweiz: Gianni Foschini

Global Account Sales Rep ZRH: Rudi Kaufmann

Global Account Sales Rep GVA: Stéphane Pilloud