Die Probleme von Air Namibia sind gross: Die Schulden betragen geschätzte CHF 10 Mio., die Airline bleibt nur dank massiver Unterstützung des namibischen Staats am Leben. Die einzige interkontinentale Strecke WindhoekFrankfurt ist gemäss deutschen Medien in den letzten Monaten wiederholt ausgefallen; einmal musste sogar in Luanda (Angola) ein Tankstopp eingelegt werden, da der namibische Lieferant aufgrund unbezahlter Rechnungen den Dienst verweigerte. Und die Auslastung auf der Frankfurt-Strecke könnte mit 62 bis 66% auch höher sein.
Deswegen streicht Air Namibia allerdings nicht die Segel, sondern investiert weiter. Wie Sales Executive Nanette McDonald letzte Woche an der Indaba in Durban sagte, will die Airline vor allem im Osten Namibias expandieren, sprich in Botswana, Simbabwe und Sambia. Zudem wird die Flotte stetig verjüngt: Zwei altgediente Boeing 737 wurden kürzlich durch zwei brandneue A319 ersetzt es sind dies die ersten Flugzeuge, die sich im Besitz von Air Namibia befinden und nicht nur geleast sind.
Ausserdem sollen die beiden A340-300, die auf der Frankfurt-Strecke zum Einsatz kommen, ab September durch sparsamere A330 ersetzt werden. Dann wird Air Namibia in der Business Class auch Flat-bed-Sitze anbieten können. Die zuletzt reduzierte Frequenz zwischen Windhoek und Frankfurt (viermal pro Woche) soll dann wieder auf sieben wöchentliche Flüge erhöht werden.
SJ



