Air Namibia will in der Schweiz auch 2009 weiter wachsen (Ausgabe 2009-18)

Die zusätzlichen Marketingaktivitäten im vergangenen Jahr zahlen sich offenbar aus.

Die Steigerung im Schweizer Markt war 2008 markant: Air Namibia konnte
um 37,2 Prozent zulegen. Alcides Ocampo, Sales & Product Manager
von Airlinecenter und dort unter anderem für Air Namibia zuständig,
erklärt: «Namibia ist nach wie vor eine Boom-Destination. 2008 haben
wir zahlreiche Events, PR und andere Marketingaktionen durchgeführt,
was sich ganz klar ausbezahlt hat. Wir sind mit 2008 sehr zufrieden.
Trotz des schwierigen vierten Quartals haben wir unser Budget für das
vergangene Jahr praktisch erreicht.» Das gesteigerte Interesse an der
Destination Namibia merkt Air Namibia auch an vermehrten Anfragen von
Direktkunden.

Auch für 2009 strebt Air Namibia in der Schweiz – trotz
Wirtschaftskrise – ein weiteres Wachstum an. «10 Prozent Wachstum
sollten auch in diesem generell schwierigen Jahr drin liegen», ist
Ocampo überzeugt.

Damit dieses ambitionierte Vorhaben in die Tat umgesetzt werden kann,
strebt Air Namibia noch einmal eine intensivere Zusammenarbeit mit den
spezialisierten Veranstaltern in der Schweiz an. So sind verstärkte
Aktivitäten zusammen mit den TOs und dem Namibia Tourism Board geplant,
deren Einzelheiten allerdings noch nicht bekannt sind.

In diesem Frühling bringt Air Namibia tiefe «Spring Special»-Angebote
auf den Markt. So ist ein Ticket nach Windhoek mit Abflug zwischen dem
2. Mai und 23. Juni 2009 bereits für 478 Euro zu haben – buchbar bis
20. Juni. Johannesburg und Kapstadt kosten 508 Euro. Der Spezialpreis
in Business Class beträgt 1713 Euro nach Windhoek und 1763 Euro nach
Kapstadt/Johannesburg. Die Preise werden zum Tageskurs in Schweizer
Franken umgerechnet.

Die besten Flugmöglichkeiten bieten sich für den Schweizer Markt ab
Frankfurt. Geflogen wird fünfmal pro Woche – auf dem Hin- und Rückflug
in der Nacht. Im Preis eingeschlossen ist das Bahnticket ab allen
Grenzbahnhöfen, zum Beispiel ab Basel Badischer Bahnhof. Wer ab
Schweizer Flughäfen nach Frankfurt fliegen möchte, muss dafür ein
separates Ticket ausstellen und das Gepäck in Frankfurt noch einmal
einchecken. Dies ist nötig, weil Air Namibia weder mit Swiss noch mit
Lufthansa entsprechende Verträge hat.

Seit 1. April nicht mehr allzu attraktiv ist die Verbindung via London.
«Auf der Strecke Zürich–London–Windhoek bieten wir keine Durchtarife
mehr an, weil British Airways die Strecke von Zürich nach Gatwick nicht
mehr fliegt. Ein Flughafenwechsel von Heathrow nach Gatwick ist für den
Schweizer Markt zu wenig attraktiv», so Ocampo.

Für 2010 während der Fussball-Weltmeisterschaft in Südafrika plant Air
Namibia eine Erhöhung der Kapazität zwischen Windhoek und Kapstadt
beziehungsweise Johannesburg. Ob die Kapazitätserhöhung durch
zusätzliche Frequenzen oder durch den Einsatz grösserer Flugzeuge (zum
Beispiel Airbus A340 statt Boeing 737) geschehen wird, ist noch nicht
bestimmt.

Chris Probst

Die Flotte von Air Namibia
Auf den Strecken zwischen Europa und Namibia kommen bei Air Namibia
ausschliesslich die Airbus A340-300 zum Einsatz. Innerhalb des
südlichen Afrikas wird mit Boeing 737-500 und mit Beechcraft 1900 C
geflogen. Gewartet wird die Flotte von South African Airways sowie von
Lufthansa Technik in Frankfurt.

CP