Nachdem Skywork Airlines letztes Jahr knapp an einem Grounding vorbeischrammte, wurde das Streckennetz stark zusammengestrichen: Statt 34 Destinationen figurieren noch deren 18 im Sommerflugplan 2014. Diese Schrumpfkur verleiht dafür anderen Fluggesellschaften Aufwind. Jüngstes Beispiel ist die österreichische Intersky, die am selben Tag ihre Rückkehr nach Bern bekanntgab, an dem Skywork den reduzierten Sommerflugplan 2014 publizierte. Nun macht sich Intersky langsam breit in Bern: Anfang Woche hat sie neue Skiflüge aus England angekündigt, die im nächsten Winter durchgeführt werden sollen.
Damit feiern die «Ski-Charter», die vor zwei Jahren wegen schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen aus Bern verschwanden, ein Comeback. Noch vor zwei Wochen hatte Skywork-CEO Rolf Hartleb in einem Interview mit dem «Bund» betont, dass man gerne Wintertouristen nach Bern holen würde, wenn man nur genügend Geld für Auslandmarketing hätte.
Aber auch auf Veranstalterseite hat die Reduktion des Skywork-Flugplans Auswirkungen. Xenotours, der in den letzten Jahren für seine Bern-Djerba-Charter auf Skywork gesetzt hatte, arbeitet heuer mit Helvetic Airways zusammen. «Es ist nach wie vor unklar, ob die Dash von Skywork zur Verfügung steht, und mit der kleineren Dornier würde die Strecke wirtschaftlich keinen Sinn machen», sagt Xenotours-Geschäftsführer Karl Hochstetter, «und da wir in diesem Jahr keine anderen TOs an Bord holen konnten, wagen wir keine Experimente. Mit Helvetic Airways sind wir auf der sicheren Seite.»
Alexandra Meuli, Marketing Manager bei Skywork Airlines, bestätigt: «Djerba ist für die Dornier einfach zu weit, sie könnte nicht mit voller Auslastung fliegen.» Im kommenden Sommer plane Skywork nur mit vier Dornier 328. Die drei Dash-8, die von Skywork geleast werden bzw. wurden, befinden sich entweder schon bei einem neuen Leasingnehmer, oder es werden noch Abnehmer gesucht. Bei Bedarf kann Skywork laut Meuli im kommenden Sommer aber nach Verfügbarkeit noch auf eine Dash zurückgreifen.
SJ



