Antinori: «LH setzt weiterhin Standards in der Industrie» (Ausgabe 2008-13)

Thierry Antinori, LH-Vorstand Marketing und Vertrieb, sieht Lufthansa als starke Marke für globale Mobiliät im 21. Jahrhundert.

Nach den herausragenden Zahlen des Vorjahres sei Lufthansa auch in das
neue Jahr 2008 gut gestartet, wie Thierry Antinori, LH-Vorstand
Marketing und Vertrieb, anlässlich einer Medienkonferenz in Berlin
bekannt gab. «Im Januar sind bei einer Angebotssteigerung von 5,6% die
verkauften Sitzkilometer um 7% gestiegen. Den Sitzladefaktor konnten
wir um 0,8 auf 76,9% weiter verbessern und die Zahl der Passagiere
stieg stark um 7,6% auf 4,1 Millionen.»

Die Lufthansa ist weltweit im Hoch. Antinori: «Wir haben unsere
Position als eine der weltweit führenden Airlines weiter ausgebaut. Die
Menschen weltweit vertrauen uns, unsere Partner vertrauen uns, unsere
Fluggäste vertrauen uns – und wir sind profitabel.» Gemäss Antinori
basiert dieser Erfolg auf folgenden Punkten:

• Erfolgreiches Kostenmanagement
• Klare Kundenorientierung aller Mitarbeiter
• Solide Finanzstruktur
• Zukunftsweisende und durchdachte Investitionen
• Die Marke Lufthansa, die so stark ist wie niemals zuvor

Antinori: «Wir haben uns als Vollsortimenter positioniert, und das
Konzept geht auf: Wir erfüllen die Wünsche unserer Kunden à la carte.
Unser Flugangebot bietet für alle das richtige Produkt. Die Menschen
überall wissen, dass wir sie komfortabel und freundlich an ihr Ziel
bringen. Wir stehen weltweit für Qualität, Sicherheit, Zuverlässigkeit
und Innovation. Wir nutzen die Chancen im Markt optimal und führen
unsere Strategie konsequent fort.»

Als logische Konsequenz werde die LH ihr Angebot weiter massiv
ausbauen, so wachse das weltweite Stre- ckennetz im Sommer um 15 neue
Destinationen auf insgesamt 204 Ziele in 81 Ländern.

Im Europaverkehr seien dies 5,8% und im Interkontinental-Netz 8,2% mehr
Kapazität. «Dieses Wachstum ist strategisch durchdacht, sinnvoll und
wird unsere Position weiter stärken.» Um dieses Wachstum zu bewältigen
hat Lufthansa 56 Langstreckenflieger und 116
Kurz-/Mittelstrecken-Flugzeuge bestellt. «Das ist mehr, als die gesamte
Flotte mancher unserer Wettbewerber.» Damit erfährt die
LH-Konzernflotte eine Verjüngung und auch Erweiterung auf mehr als 500
Flugzeuge. Die Modernisierungsoffensive lässt sich LH über 14
Milliarden Euro kosten.

Lufthansa will auch mit kräftigem Schub am Ausbau ihrer Position als
Premiumcarrier arbeiten. Investiert wird in Produktupgrades und
Service-Innovationen – so will LH in den kommenden fünf Jahren rund 150
Mio. Euro für den Bau neuer Lounges sowie die Renovierung bestehender
Lounges ausgeben. Auch das Bordprodukt erfährt Innovationen: 2006 hat
LH ein neues Kabinendesign mit neuen Sitzen auf der Kontinentalflotte
eingeführt. Dies wird nun kontinuierlich weiterentwickelt. Viele
Neuigkeiten, so Antinori, steckten im Detail. Antinori: «Perfektion ist
auch die Seele der neuen LH First Class, die im Sommer 2009 mit dem
Airbus 380 an den Start geht. Zusammen mit einer neuen Economy und
einer weiterentwickelten Business Class. Die Details werden wir in
einiger Zeit präsentieren. «Man darf gespannt sein, wir haben Grosses
vor.»

Die elektronischen Services werden ebenfalls weiterentwickelt. In drei
Bereichen habe LH grosse Schritte nach vorn gemacht: Online-Check-in
ist neu weltweit auf sämtlichen Etix-Strecken verfügbar.

Ab Sommer kommt die mobile Bordkarte über Online, SMS und mobiles
Internet direkt auf das Mobiltelefon des LH-Kunden, dies gibt’s
zunächst auf innerdeutschen Strecken
Ab April startet das mobile Internet-Portal der LH zum Buchen,
Einchecken und für die Sitzplatzwahl. Antinori: «Wir sind die erste
Airline in Europa, die ihren Kunden mobile Buchungen anbietet.»

Angelo Heuberger

Swiss kostete Lufthansa total 339 Mio. Franken

Drei Jahre nach Bekanntgabe der Integration von Swiss in den
Lufthansa-Airline-Verbund erfolgt in diesen Tagen die Auszahlung des
sogenannten Besserungsscheines an die ehemaligen Swiss-Grossaktionäre.
Für den Aktientausch erhalten sie insgesamt 269 Mio. Franken
ausgeschüttet. Die Höhe der Auszahlung basiert auf einem definierten
Aktienkorb einiger Konkurrenz-Airlines, welcher als Benchmark
herangezogen wurde. Die LH-Aktie entwickelte sich um 44,67% besser in
diesem Zeitraum, aber auch die Erfolge von Swiss selber führten zu
dieser positiven Entwicklung, wie die beiden Airlines in einer
Mitteilung ausführen. Mit dieser Auszahlung sei die Übernahme nun
formal beendet. Im Jahre 2005 hätte LH bereits 70 Mio. Franken für 15%
der Swiss-Aktien bezahlt. Der Kaufpreis für den vollständigen Erwerb
liege nun bei rund 339 Mio. Franken.   

AH