Auch wenn es mit den Fussball-Fertigkeiten der österreichischen
Fussball-Nationalmannschaft nicht allzu weit her ist die Gelegenheit,
sich als perfektes Gastgeberland zu präsentieren, wird Österreich
sicherlich wahrnehmen. Das Gleiche wird sich auch die Schweiz sagen
müssen: Werden es die Schweiz-Kicker wohl kaum über die Gruppenphase
hinaus schaffen die Qualitäten als Gastgeberland werden nach bestem
Wissen und Gewissen ausgeschöpft und präsentiert.
Noch 65 Tage bis zum EM-Anpfiff. Und die österreichischen Host Cities
Innsbruck, Klagenfurt, Salzburg und Wien sind darauf bestens
vorbereitet. Denn auch wenn sich Österreich nicht gerade als
Fussball-Nation einen Namen gemacht hat in Sachen Gastfreundschaft
macht kein anderes Land Österreich so schnell etwas vor. Dafür spricht
auch die Entwicklung der Ankünfte in Österreich. In den vergangenen
zehn Jahren konnten diese kontinuierlich gesteigert werden. 2007
verzeichnete Österreich gar rund 31 Millionen Ankünfte. Und die
kommende Fussball-EM dürfte diese anhaltend steigende Tendenz noch
weiter untermauern. Denn die Uefa-Fussball-Europameisterschaft zählt zu
den Top 3 der weltweiten Sportereignisse und wird dementsprechend viele
Gäste anziehen.
Einer aktuellen Studie zufolge kann Österreich durch die Euro 2008 mit
einer Wertschöpfung von rund 320 Millionen Euro rechnen. Für Wien ist
ein Anteil von 50 Prozent dieser Summe zu erwarten. Dies erstaunt
nicht, wird in Wien doch nebst sechs weiteren EM-Spielen das grosse
Finale der Euro 2008 ausgetragen. Hierfür hat die Stadt zentrale
Fanzonen für alle Fussball-Begeisterten eingerichtet. Eine davon
erstreckt die sich über eine Gesamtlänge von 1,2 Kilometern. Hier
können bis zu 100000 Fans auf neun Grossbildschirmen alle 31
Euro-Spiele live verfolgen, mitfiebern, ausgelassen feiern und das
Unterhaltungsprogramm geniessen.
Als Gastgeberland wird sich Österreich also zweifelsfrei profilieren
können. Ob sich diese Profilierung als Host in den Leistungen der
Nationalmannschaft reflektiert, wird sich erstmals in den
Gruppenspielen zeigen. Doch hoffen dürfen die Fans allemal. Und einmal
davon abgesehen, dass Österreich in der Fifa-Weltrangliste auf Platz 88
rangiert: Es sind in der Sportgeschichte schon andere Mannschaften über
sich hinausgewachsen. Also bleibt den Fans nur abzuwarten. Warten auf
das «Wunder von Wien».



