Nach zwei Jahren Präsenz in der Schweiz spannt Windrose mit Background Tours zusammen. Der TO mit Sitz in Berlin überträgt seine Schweizer Vertretung per 1. Januar 2012 an den Berner Spezialisten, der zur Globetrotter-Gruppe gehört. Das Windrose-Büro in Zürich wird Ende Jahr geschlossen.
Wybcke Meier, Geschäftsführerin des Windrose-Mutterhauses in Berlin, begründet diesen Schritt mit dem schnellen Wachstum in der Schweiz. «Wir haben in Zürich ein sehr kleines Büro, das nun an seine Grenzen gelangt. Wir mussten uns entscheiden: Stocken wir unser Büro massiv auf oder suchen wir uns einen Partner? Wir haben uns für Letzteres entschieden, da Background Tours schon lange im Schweizer Markt tätig ist und wir so Kräfte bündeln können.»
Meier erhofft sich von dieser Massnahme einen weiteren Sprung im Umsatzwachstum in der Höhe von etwa 20%. Zurzeit befindet sich Windrose in der Schweiz laut Meier 18% über Vorjahr. Der geschätzte Jahresumsatz beträgt rund CHF 2 Mio. «Weiter können wir uns auch vorstellen, dass künftig Background-Reisen, gerade naturkundliche Touren, von uns in Deutschland vertrieben werden», sagt Meier.
Bei Background Tours ist man überzeugt, dass sich die beiden Produkte gut ergänzen werden. «Wir überschneiden uns zwar in vielen Destinationen, können dank Windrose aber viel mehr Abreisedaten anbieten», sagt Ruedi Bless, CEO Globetrotter Tours. Er erhoffe sich einen Wachstumsschub von 20 bis 30%, vor allem bei den Direktkunden.
Im Büro in Zürich arbeiten zurzeit Geschäftsführerin Ursula Corbin und ihre Stellvertreterin Nicole Heinze, die erst im Juli angestellt wurde. Beide haben aus Berlin einen Maulkorb verpasst bekommen. Laut Meier wird zumindest eine Stelle abgebaut; gemäss Bless habe Background Tours Nicole Heinze ein Jobangebot gemacht, das aber an unterschiedlichen Lohnvorstellungen gescheitert sei.
SJ



