Seit Anfang Woche ist der neue Katalog «Baden & Kultur» für 2010
von Bentour Swiss auf dem Markt. Mit 270 Seiten sei dies das
umfassendste Türkei-Produkt der Schweiz, betonen die
Bentour-Geschäftsführer Deniz und Kadir Ugur. Neu wurden die Preise in
CHF und EUR in den Katalog integriert, eine separate Preisliste gibt es
nicht mehr.
Das Hotelangebot wurde um rund 40% und damit massiv ausgebaut, womit
sich auch die Strategie des Veranstalters gegenüber 2009 verändert hat.
«Wir wollen künftig eine breitere Palette anbieten können: von
Budget-Hotels bis zu Luxus-Häusern und vom Low-Budget-Carrier bis hin
zu Swiss-Flügen in der Business Class am Samstagnachmittag. Diesen
Anspruch sollte ein Türkei-Spezialist heute haben», sagt Deniz Ugur.
Entsprechend hat sich auch das Angebot von Bentour Swiss in die Breite
entwickelt. Das Hotelangebot umfasst für 2010 insgesamt 130 Anlagen.
Eines der neuen Highlights sind die Ali Bey Clubs in Side und Belek,
die Hotelplan laut Deniz Ugur in den letzten 18 Jahren exklusiv im
Angebot hatte, die sich nun aber auch im Sortiment von Bentour Swiss
befinden. «Es handelt sich dabei um eines unserer neuen Leitprodukte,
da die beiden Ali Bey Clubs mit circa 3000 Stammkunden mit Abstand zu
den am besten von Schweizern gebuchten Häusern der Türkei gehören.»
Während sich der Veranstalter im 2009 noch vorwiegend auf Unterkünfte
der gehobenen Klasse konzentrierte, verzeichnet er für 2010 das grösste
Wachstum jedoch im Bereich der 3- bis 4-Stern-Hotels rund 60% der neu
im Portfolio geführten Häuser fallen in diesen Bereich. Damit passt
Bentour sein Hotelangebot auch den durch die Krise geschrumpften
Reisebudgets an. «Die Preissensibilität wächst, während die
Markenloyalität sinkt. Wir behalten die Qualität bei, haben aber unser
Angebot durch eine Öffnung der tieferen Segmente preissensibler
gestaltet», so Deniz Ugur. Entsprechend liegen auch die Preise von
Bentour im Schnitt um 12% unter dem Niveau des Vorjahres.
Der Fokus für dieses Jahr liegt vor allem bei Familien, entsprechend
gibt es verschiedene Rabattstufen für Kinder und Jugendliche. Mit den
Jugendfestpreisen (gültig bis zum 18. Geburtstag) gewährt Bentour bis
zu 20% Ermässigung. Für Grossfamilien gibt es Zimmer für zwei
Erwachsene und vier Kinder, die sonst laut Ugur nur selten zu finden
sind. Eine weitere wichtige Zielgruppe sind die Senioren. Ihnen bietet
Bentour Swiss Seniorenrabatte ab 60 Jahren (bis 15% auf Hotelpreise)
sowie einen kumulierbaren Zusatzrabatt von 5% für all jene, die im 2010
ihren 50. Geburtstag feiern.
Auch im Flugangebot von Bentour Swiss hat es Änderungen gegeben.
Während 2009 noch 80% der Flüge mit Swiss durchgeführt wurden, sind es
im 2010 80% Sun-Express-Flüge. Pro Woche legt der Veranstalter 40 Flüge
mit jährlich insgesamt 27000 Flugplätzen auf rund 80% davon sind
Risikoplätze. «Wir haben die Kapazitäten für 2010 bereits schon erhöht,
die Verträge sind unterzeichnet», erklärt Kadir Ugur.
22 der 40 Flüge gehen ab Deutschland, das zeigt, dass sich Bentour
Swiss in den letzten Jahren auch jenseits der Grenze ein Standbein
aufgebaut hat. Verdeutlicht wird dies auch anhand der Tatsache, dass
die Hälfte der 150000 Kataloge nach Deutschland geschickt wird. Weiter
sind 20000 Stück in Französisch und werden in der Romandie und in
Frankreich vertrieben.
Simon Benz
13% Turbo-Kommission bis Mitte März 2010
«Während die grossen TOs ihre Kommissionen kürzen, erachten wir ein
antizyklisches Verhalten als angebracht», erklärt
Bentour-Geschäftsführer Deniz Ugur. An der Staffelprovision von 11% bis
15% wie auch an der Lastminute-Kommission von 10% hält der Veranstalter
fest. Zudem gewährt Bentour Swiss bis zum 15. März 2010 eine
Turbo-Kommission von 13%. Reisebüros, die bis zu diesem Zeitpunkt einen
Umsatz von CHF 50000 erreichen, bleiben anschliessend auf der
Provisionsstufe von 13% und können im Rahmen der Staffelprovision eine
Verbesserung bis auf 15% erzielen. «Unser Provisionssystem ist eine
klare Botschaft an den Trade. Wir halten den Reisebüros die Treue und
bleiben diesbezüglich nostalgisch», so Ugur.
BNZ



