Bodensee-Airport auf Expansionskurs (Ausgabe 2011-07)

Der Bodensee-Airport Friedrichshafen, wegen seiner Nähe, Übersichtlichkeit und kurzen Wege auch für Ostschweizer ein beliebter Abflughafen, zählte bei weniger Flugbewegungen im letzten Jahr 590 640 Fluggäste (+2,1%). Die Einbrüche, bedingt durch die Wirtschaftskrise, den Weggang von Ryanair und die Aschewolke, konnten im Verlaufe des Jahres wieder wett-gemacht werden, schwächten aber das Wachstum über das gesamte

Der Bodensee-Airport Friedrichshafen, wegen seiner Nähe, Übersichtlichkeit und kurzen Wege auch für Ostschweizer ein beliebter Abflughafen, zählte bei weniger Flugbewegungen im letzten Jahr 590 640 Fluggäste (+2,1%). Die Einbrüche, bedingt durch die Wirtschaftskrise, den Weggang von Ryanair und die Aschewolke, konnten im Verlaufe des Jahres wieder wett-gemacht werden, schwächten aber das Wachstum über das gesamte Jahr ab. Für Geschäftsführer Hans Weiss waren u.a. der Ausbau des Flugangebots für Businessziele mit noch mehr Zubringerflügen nach Hamburg, Berlin oder Wien sowie die Kapazitätserhöhung nach Frankfurt Wachstumstreiber. Eine gute Auslastung hatte auch die Regionalfluglinie Intersky, die neu Düsseldorf bedient. Mit zwei täglichen Verbindungen von/nach Köln/Bonn ist Germanwings neu in Friedrichshafen präsent.

Um für weiteres Wachstum vorbereitet zu sein, wurden 2010 rund acht Mio. Euro in den weiteren Ausbau des Flughafens investiert. Im September konnte das neue Terminal eröffnet werden und nach Fertigstellung der neuen Sicherheitskontrolle soll bis Mitte Jahr mehr Fläche für Gastronomie/Shopping entstehen. 

Das Angebot an Zielen und Verbindungen soll im kommenden Sommerflugplan weiter ausgebaut werden. So wird Air Berlin ab Mitte April ab dem Bodensee-Airport den Flugbetrieb nach Mallorca aufnehmen. Alleine dadurch erwarten die Airportbetreiber 21 000 zusätzliche Passagiere. Zudem erweitert Lufthansa im Sommerflugplan die derzeit drei täglichen Verbindungen in ihr Drehkreuz Frankfurt um eine vierte Frequenz.

Flughafenchef Weiss zeigt sich optimistisch: «Ich rechne mit einem Aufwärtstrend und deutlich weiter steigenden Passagierzahlen. Neue Ziele, mehr Angebote und höhere Kapazitäten im Linien- und Tourismusverkehr sorgen für eine positive Entwicklung.»

UH