Nach einem schwierigen Jahr hoffen alle auf ein besseres 2010. Das ist
auch in der Reisebranche so. Ob und wann der Aufschwung kommt und ob
die Talsohle bereits erreicht wurde, weiss aber niemand so genau auch
die CEOs von Kuoni, M-Travel Switzerland (MTCH) und TUI Suisse nicht.
Die drei Chefs äussern sich auf Anfrage von TRAVEL INSIDE vorsichtig
bis verhalten positiv zu ihren Erwartungen an das neue Jahr. Mindestens
für die erste Jahreshälfte scheint sich noch keine grosse Änderung
abzuzeichnen.
Stefan Leser, CEO von Kuoni Schweiz, meint: «Das Konsumentenverhalten
wird sich in der ersten Hälfte 2010 inklusive Sommer gegenüber 2009
noch nicht wesentlich verändern. Die Planbarkeit bleibt schwierig. Die
Konsumenten fällen ihren Ferienentscheid weiterhin kurzfristig, und
dabei spielt der Preis eine wichtige Rolle. Für die zweite Hälfte 2010
sehe ich eine Verbesserung bei den Ferienbuchungen.»
Martin Wittwer, CEO von TUI Suisse, sieht das ähnlich: «Wir rechnen
damit, dass wieder vermehrt gereist wird. Der richtige Aufschwung
beginnt jedoch zögerlich. Das aktuelle Wintergeschäft für klassische
Pauschalreisen läuft aufgrund der von uns reduzierten Kapazitäten unter
dem Vorjahresniveau. Dem Sommer blicken wir verhalten positiv entgegen.
Die Nachfrage nach Badeferien nimmt tendenziell zu. Die
Individualreisen entwickeln sich wie bereits 2009 weiterhin stabil oder
leicht über Vorjahr.»
Thomas Stirnimann, CEO von MTCH, will noch keine Prognose wagen: «Eine
Wende 2010 ist möglich denn die allgemeine Wirtschaftslage scheint
sich mittlerweile wieder etwas beruhigt zu haben. Für eine konkrete
Prognose ist es aber noch zu früh.»



