Die durchwegs heiteren Mienen, welche die mit etlicher Branchenprominenz durchmischte Zuhörerschaft am Ende der Veranstaltung aufgesetzt hatte, liessen auf einen gelungenen Anlass schliessen. In der Tat war die diesjährige Ausgabe des Business Travel Workshops (BTW) nicht nur interessant und abwechslungsreich, sondern auch eine Augen- und Ohrenweide.
Vielleicht ist der Ausdruck «Augenweide» im Falle des Referates von Topshot August Gossewisch nicht ganz passend was er in Form von Folien zur Erläuterung seiner Ausführungen präsentierte, war aber schon beeindruckend.
Zu 100% treffen die vorhin verwendeten Prädikate aber auf das Podium zu. Unter der Leitung von Beat Eichenberger («travel manager») entwickelte sich zur Frage «Zug oder Flug?» eine animierte Diskussion, in der auch das eine oder andere Schmunzeln und gar Lachen dazu gehörte. Kontrahenten waren es nicht, die in der Arena miteinander diskutierten, Auseinandersetzungen zwischen Bahnen und Airlinern gab es nicht. Mit einer gewissen Verwunderung nahm die BTW-Arena dagegen zur Kenntnis, dass sowohl der «Zug» als auch der «Flug» das «Auto» als grössten Rivalen bezeichnen.
Aus Sicht der Reisebüros hat Vincent Ducrot von den SBB das interessanteste Votum abgegeben: Er hat versprochen, dass die Bahn innert Jahresfrist mit einer Software aufwarten würde, die in Sachen «Bahn buchen» mit geradezu revolutionär anmutenden Verbesserungen aufwarten werde. Er ging noch einen Schritt weiter, indem er ausführte, die SBB würden ihren ausländischen Partnern in der jungen Hochgeschwindigkeits-Vereinigung Railteam bezüglich der Verlinkung von Tarifen Beine machen. Eines hat der BTW deutlich gezeigt: Die Bahnen, zumindest die SBB, haben erkannt, dass sie im IT-Bereich schnell grosse Fortschritte machen müssen, um die Buchbarkeit internationaler Billette zu vereinfachen.
Hans-Rudolf Baumann



