Stichwort Langstrecke: 29 Fernziele fliegt die Gesellschaft momentan an, im Winter 2010/11 werden es ebenso viele sein. Ocampo erklärt die Strategie: «Con-dor konzentriert ihre Flugoperationen ab/bis Frankfurt auf Nonstop- oder Direktflüge, Badeferien-Destinationen sowie exotische Reiseziele, welche von anderen Airlines nicht angeboten werden oder aber wo andere nicht so gute Verbindungen haben.»
Die Renner bei der Schweizer Kundschaft sind dementsprechend Destinati-onen wie San José auf Costa Rica, Las Vegas und im Sommer Anchorage, Fairbanks, Halifax und Vancouver. Grosser Beliebtheit erfreuen sich auch typische Ferienziele wie Mombasa und die Dominikanische Republik. Auf der Karibik-insel fliegt Condor Santo Domingo, Puerto Plata und Punta Cana an letztgenannten Flughafen sogar täglich! «Hier sind sicher auch unsere speziell attraktiven Tarife für die Beliebtheit verantwortlich», meint Ocampo.
Ein Beispiel für die Strategie sei auch das neue Ziel Fort Lauderdale, das Condor seit Mai als einzige europäische Airline zweimal pro Woche nonstop anfliege. Die Nähe zum Kreuzfahrthafen Port Everglades, die gute Lage als Ausgangspunkt für Individualreisen sowie die deutlich schnellere Einreiseprozedur als in Miami seien Argumente, die auch in der Schweiz auf Gehör stos-sen, so Alcides Ocampo.
Die zahlreichen Zubringerflüge mit Swiss und Lufthansa ab Basel, Genf und Zürich garantierten angenehm kurze Umsteigezeiten in Frankfurt, sagt der Sales Manager. «Die LX- und LH-Zubringer sind kombinierbar, was höchste Flexibilität garantiert. In der Vergangenheit vereinzelt aufgetretene Probleme mit der Verfügbarkeit sind ebenfalls gelöst, denn mit TO- und Consolidator-Fares kann bei Swiss-Flügen die U-Klasse gebucht werden, wenn die W-Klasse voll ist! Das gilt bei Flügen, die auch von Swiss durchgeführt werden.»
Auch Condor bietet den Passagieren nicht nur eine Economy und eine Business Class (genannt Comfort Class) an, sondern auch eine Premium Economy Class mit 15 cm mehr Beinfreiheit als in der regulären Economy, mit Premium-Menü inklusive kostenfreier alko-holischer Getränke und weiterer Annehmlichkeiten. «Der Aufpreis lohnt sich wirklich», betont Alcides Ocampo, «die Reisebüros verkaufen das Produkt sehr gut.» Er erinnert aber im gleichen Atemzug daran, dass man auch in der Economy komfortabel reise, nicht zuletzt weil alle Kabinen der auf Langstrecken eingesetzten Boeing 767 erst kürzlich erneuert wurden.



