Für die Inauguration des seit Jahresbeginn operierenden Nachmittag-Abfluges von Zürich nach Dubai mit dem A380 liess Country Manager Jürg Müller extra den Emirates-Verkaufschef aus Dubai einfliegen: Der ehemalige LH-Marketingleiter Hubert Frach ist seit Oktober 2012 bei Emirates (EK) und zeichnet als Divisional Senior VP Commercial Operations West.
In dieser Funktion ist Frach verantwortlich für die kommerzielle Entwicklung von Emirates in Europa, Amerika und Afrika. Damit ist er für rund 50% des gesamten Umsatzes der dominanten Airline aus Dubai zuständig. Allein aus Europa mit seinen 600 Mio. Be-wohnern zieht EK rund 30% heraus. «Die Schweiz zählt für Emirates zu den Top-5-Märkten in Europa.» Insbeson-dere sei der Durchschnittsertrag pro Kopf aus der Schweiz überproportional hoch, wie Frach mit leuchtenden Augen vor Medienvertretern ausführt. 40% des Ticket-Ertrages in der Schweiz entfallen auf Geschäfts- und 60% auf Leisure-Reisende. Nur nach Dubai point-to-point würden 40% reisen und 60% betreffen Umsteigeverkehr.
Emirates ist seit 1992 in der Schweiz präsent, neu in Zürich mit einer täglichen A380-Anbindung, die zweite Tagesverbindung wird vorerst noch mit dem Flugzeugtyp «Triple Seven» (Boeing 777) gewährleistet. Keinen Zweifel aufkommen lassen die EK-Manager, dass das Ziel für Zürich ebenfalls eine Double-daily-Operation mit dem A380 sein wird. Wann steht noch in den Sternen, dies hängt auch mit der Auslieferung der noch bestellten A380 zusammen. Allerdings muss das Team in Zürich vorerst einmal den derzeitigen massiven Kapazitätsausbau mit täglich zusätzlichen 163 Flugsitzen im Verkauf bewältigen. Der Start war gemäss Müller sehr gut, auch die Buchungsstände liessen Zuversicht aufkommen. Die Tarife hätten sich zum Launch auf einem um 15% tieferen Niveau bewegt. Tendenz steigend.
Emirates ist mit dem Wachstum und dem Potenzial wie auch der Infrastruktur des Flughafens Zürich sehr zufrieden, wie Frach und Müller betonen. In Zürich komme die EK gerade mal auf 1,89% Verkehrsanteil, wie dem BSP zu entnehmen sei. Da sei durchaus Luft nach oben, zumal es im Bereich Slots für EK keine Probleme gebe.
Emirates gibt sich generell sehr selbstbewusst, Wachstum sei Programm, meint Frach. «Das Management bei EK arbeitet sehr hart und die Entscheidungswege sind extrem schnell.» Emirates profitiere natürlich von seiner geopolitischen Lage, «innerhalb von nur zwei Flugstunden befinden sich zwei Drittel der Weltbevölkerung.» Angst vor Konkurrenz hat EK grundsätzlich keine, auch in Zürich nicht, wo mit Etihad ab diesem Sommer ein neuer Mitbewerber am Start steht.



