«Der Umgang mit den Behörden war spannend, aber gut» (Ausgabe 2008-16)

Harry Hohmeister äussert sich zu LED und der Entwicklung der Swiss.

Herr Hohmeister, weshalb St.Petersburg?
Aus Russland hatten wir die letzten Jahre zweistellige Zuwachsraten,
bei Geschäfts- und Privatreisen. St.Petersburg ist auch für Schweizer
Touristen interessant.

Wie läuft Moskau?
Eine der besten Swiss-Strecken. Wir versuchen es aufzustocken, was
verkehrsrechtlich komplex ist. Ab Genf konnten wir bisher keine zweite
Frequenz einführen.

Zahlte Swiss eine «Prämie» für LED?
Nein. Doch die Zusammenarbeit mit Codeshare-Partner Rossiya hat sicher
geholfen. Der Umgang mit den Behörden war spannend, aber gut.

Absehbare Auslastung?
60 bis 80 verkaufte Plätze auf den ersten Flügen ist schon nicht
schlecht. Wir gehen davon aus, dass die Strecke dank hohem Lokalverkehr
gut läuft, peilen aber auch Umsteigeverkehr an, da haben wir noch
Potenzial.

Mutter LH ist stark auf der Strecke.
Das ist keine Konkurrenz, sondern Mehrangebot. Die Tarife sind einzeln
kombinierbar. Der Swiss-Kunde ist zeitlich noch flexibler. Hin direkt,
zurück via FRA oder MUC.

Überlegungen zu den neuen Destinationen?
Florenz ist interessant als Markt für den Hub nach Indien und China. Sofia und Bukarest sind gute, wachsende Lokalmärkte.

Wohin geht die «Reise» der Swiss?
Schwerpunkt ist Asien, nachdem es vorher Amerika war.
Wir wollen Richtung Osten und Growing-Markets wachsen. Neue
Destinationen hängen von der Flottenentwicklung ab, stehen noch nicht
fest.    

SUT