Frau Demirel, wie viele Touristen besuchten die Türkei im vergangenen Jahr?
2013 reisten insgesamt 379344 Schweizer Gäste in die Türkei. Dies ist eine Zunahme von 7% gegenüber den 354461 Schweizern und Schweizerinnen, die 2012 in die Türkei reisten.
Und wie ist das Schweizer Türkei-Geschäft in diesem Jahr angelaufen?
Im ersten Quartal 2014 reisten 32336 Schweizer in die Türkei. Für das Gesamtjahr erwarten wir weiteres Wachstum und eine Steigerung der Schweizer Gästezahlen im Rahmen von 2013. Wir sind in stetem Kontakt mit den TOs und Reisebüros, welche Türkei-Ferien verkaufen und auch diese sind sehr optimistisch für das Türkei-Jahr 2014.
Welches sind die beliebtesten Reiseziele der Schweizer innerhalb der Türkei?
Die Schweizer reisen am liebsten nach Antalya. Im letzten Jahr zählten wir hier 168103 Einreisen aus der Schweiz was einer Zunahme von 5,5% entspricht. Dahinter folgen Istanbul mit über 158000 Schweizern ein Plus von 10,2% , sowie Izmir und Mugla.
Ebenfalls erfreulich ist, dass die Schweizer auch einige der weniger bekannten Destinationen der Türkei kennen. Für ihre individuellen Reisen schätzen sie z.B. auch Ziele wie Kappadokien, Pamukkale oder Nemrut.
Wirken sich die steigenden Zahlen auch auf die Preise, Stop Sales etc. aus?
In der Türkei sind seit mehreren Jahren steigende Touristenzahlen messbar, auch aus dem Schweizer Markt. Die Türkei erhöht darum stets die zur Verfügung stehenden Kapazitäten und empfängt die Gäste stets mit fairen Preisen. Die steigenden Gästezahlen haben also keinen Einfluss auf die Preise und auch hinsichtlich Stop Sales und ausgebuchten Hotels gibt es derzeit keine Probleme.
Wie beurteilen Sie die Fluganbindung der Türkei an die Schweiz?
Die Flugsituation ist ein wichtiger Teil unserer Tourismusaktivitäten. Die Leute verlangen heute nach günstigeren und schnelleren Verbindungen und wollen gleichzeitig mehr Komfort.
Es gibt Linien- und Charterairlines, die tägliche Flüge in die Türkei anbieten, d.h. die Flugsituation ist derzeit sehr gut. Aber natürlich hätten wir gerne vermehrt Nonstop-Flüge zu mehr Zielen in der Türkei, denn Nonstop-Verbindungen sind ein wichtiger Faktor, um das touristische Potenzial der Destinationen zu stimulieren.
Auf welche touristischen Segmente richten Sie derzeit ein besonderes Augenmerk?
Die Türkei ist eine wichtige Badedestination. Ich möchte aber auch auf das Land hinter Meer, Sand und Sonne aufmerksam machen. In der Türkei sind heute touristische Formen wie Öko-, Kultur-, Sport-, Kongress-, Golf- oder Gesundheits-Tourismus etc. äus-serst beliebt. Alternativtourismus ist sehr wichtig, da durch diese Diversifizierung auch die touristische Saison verlängert werden kann.
Und wo orten Sie das grösste Potenzial?
Speziell im Kulturtourismus hat die Türkei grosses Potenzial. Das Land verfügt über elf Stätten, die auf der Weltkulturerbe-Liste der UNESCO stehen, und 54 Nominationen dafür. Potenzial liegt aber auch im Bereich Thermal- und Gesundheitstourismus oder beim Golftourismus.
Simon Benz



