Das Flugangebot nach Ägypten wird immer kleiner. Edelweiss Air konzentriert sich gemäss Alain Chisari auf die «Heimbringerflüge». Von den geplanten sechs wöchentlichen Flügen werden diese Woche noch zwei geflogen, ab nächster Woche wahrscheinlich nur noch einer.
Air Berlin wird laut Stefan Gutknecht, Director Sales Switzerland, am kommenden Wochenende noch fliegen und die zwei darauf folgenden Wochenenden nicht mehr. «Momentan klären wir ab, ob wir nach dem 15. September die Flüge wieder aufnehmen und wenn ja, in welchem Umfang», so Gutknecht.
Für die TOs, die nach wie vor Reisen ans Rote Meer anbieten, werden damit die Fluglösungen knapp. «Neu werden wir mit Air Cairo via Düsseldorf nach Hurghada fliegen, zusammen mit deutschen Veranstaltern», sagt Michael Grütter von Express Travel International.
Grütter gilt als einer der grössten Kritiker der EDA-Reisehinweise und betont erneut, dass es für Reisen ans Rote Meer absolut kein Risiko gebe. Doch auch die Veranstalter, welche die EDA-Hinweise befolgen, werden langsam ungeduldig. «Wir orientieren uns grundsätzlich am EDA, aber es kam noch selten vor, dass eine Situation so ruhig war und das EDA trotzdem abriet», sagt Kuoni-Sprecher Peter Brun und fügt diplomatisch an: «Es gab früher einmal eine Situation, in der wir anders als das EDA entschieden haben.»
Ägyptens Tourismusminister Hisham Zaazou bittet derweil in einer Videoansprache die Veranstalter inständig, weiterhin Gäste ans Rote Meer zu schicken und Druck auf die auswärtigen Ämter auszuüben.
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