Auch in einem schwierigen Marktumfeld hat die in Dubai beheimatete
internationale Fluggesellschaft Emirates ehrgeizige Expansionspläne:
Neue Flugverbindungen, Frequenz- und Kapazitätserhöhungen sowie eine
Vergrösserung der Flotte. Die Anzahl der weltweiten Flugverbindungen
soll im Laufe des Jahres um 14 Prozent erhöht werden.
«Das nächste Geschäftsjahr wird kein einfaches Jahr für die Branche.
Emirates sieht sich bestmöglich gerüstet für die kommenden
Herausforderungen. Für uns ist es aber auch eine Zeit der Chancen. Das
Jahr 2009 wir ein Jahr der Konsolidierung für uns, mit weniger
Streckeneröffnungen als in vergangenen Jahren», so seine Hoheit Sheikh
Ahmed bin Saeed Al-Maktoum, Chairman und Chief Executive Emirates
Airline & Group.
Bis März soll sich die Emirates-Flotte um drei Maschinen auf insgesamt
132 Flugzeuge vergrössern, darunter vier Airbus A380. Im kommenden
Geschäftsjahr April 2009 bis Ende März 2010 erwartet die
Fluggesellschaft eine Flottenerweiterung um 18 Passagierflugzeuge:
sieben Airbus A380, zehn Boeing 777-300ER und eine Boeing 777-200LR.
Damit wird die Sitzplatzkapazität um 14 Prozent erhöht. Bis im Jahr
2010 soll die Emirates-Flotte auf 150 Flugzeuge anwachsen.
Zu den wichtigsten und am schnells-ten wachsenden Märkten gehören
Afrika und der Nahe Osten. Hier erreichte die Airline in den letzten
zwölf Monaten Zuwachsraten von 17 beziehungsweise sechs Prozent. Ab dem
1. Oktober 2009 nimmt Emirates Durban mit einer täglichen
Flugverbindung in ihr internationales Streckennetz auf. Neben
Johannesburg und Kapstadt ist dies die dritte Destination in Südafrika.
Die Airline bedient heute insgesamt 15 afrikanische Destinationen von
Dubai aus.
Im Rahmen der fortgesetzten Expansion wurden die Kapazitäten im Nahen
Osten auf insgesamt 50000 Sitzplätze auf 180 wöchentlichen Flügen
erhöht. Darunter zusätzliche Verbindungen nach Amman, Riad, Jeddah,
Kuwait und Damaskus.
Nach der Lancierung von zusätzlichen Verbindungen nach Melbourne und
Brisbane soll im 2009 ein dritter täglicher Flug nach Sydney
aufgenommen werden. Seit Kurzem wird die Strecke DubaiSydneyAuckland
dreimal wöchentlich mit einer Airbus A380 bedient. Ab Mai dieses Jahres
soll die Strecke täglich mit dem Superjumbo bedient werden. Für 2009
sind mit DubaiSeoul ab November und DubaiSingapur ab Dezember zwei
weitere A380-Strecken geplant.
Die Kapazitäten zwischen Zürich und Dubai wurden per 1. Februar mit dem
Einsatz einer Boeing 777-300ER auf dem Nachmittagsflug um 100
zusätzliche Economy-Class-Sitzplätze erweitert. Auf den Abendflügen
werden ab Zürich weiterhin Maschinen des Typs Airbus A340-500 und
A330-200 zum Einsatz kommen. Der Einsatz einer Airbus A380 sei in
Zürich noch nicht möglich erklärte Jürg Müller, Area Manager
Switzerland von Emirates, in einem früheren Gespräch gegenüber TRAVEL
INSIDE. Problematisch seien beispielsweise die Enteisungsmaschinen, die
nicht auf die Höhe einer A380 eingestellt werden können oder
Zugmaschinen, die durch das Gewicht der Superjumbos an ihre
Leistungsgrenze stossen könnten.
Simon Benz



