Emirates hält an Double Daily fest (Ausgabe 2012-41)

Jürg Müller, Country Manager Switzerland von Emirates, rechnet im Geschäftsjahr 2011/12 mit einem prozentual zweistelligen Passagierwachstum.

Herr Müller, Emirates baut das weltweite Flugnetz kontinuierlich aus. Wachsen auch die Passagierzahlen aus der Schweiz?

Im vergangenen Geschäftsjahr – von April 2011 bis März 2012 – reisten gesamthaft ca. 450000 Kunden auf den EK-Flügen von bzw. nach Zürich und Genf. Dabei muss jedoch erwähnt werden, dass Genf erst am 1. Juni 2011 eröffnet wurde. Im laufenden Geschäftsjahr sehen und erwarten wir eine Steigerung im zweistelligen Prozentbereich. Selbstverständlich handelt es sich hier zu einem grossen Teil um Fluggäste aus der Schweiz. 

Wie hoch ist die Auslastung auf den Emirates-Flügen ex Zürich und Genf? 

Die Auslastungen haben sich positiv entwickelt und entsprechen unseren Erwartungen. Für die Periode von April bis September 2012 hat sich der Seat Load Factor für Genf und Zürich gegenüber dem Vorjahr verbessert. 

Weiterhin offen ist die Frage, wann Emirates nun mit dem A380 nach Zürich kommt. Würde Emirates in einem solchen Fall auf das Double Daily verzichten oder wird eher eine der beiden täglich verkehrenden Boeing 777 durch den A380 ersetzt? 

Es gibt im Moment keine konkreten A380-Pläne für Zürich. Aber eines ist auf jeden Fall klar: Eine der grossen Stärken unseres Angebots in Zürich sind die zwei täglichen Frequenzen, welche die Anbindung an das EK-Streckennetz sicherstellen. Dementsprechend werden wir am Prinzip Double Daily festhalten. 

Ab Dezember fliegt Emirates von Dubai nach Phuket. Welche Erwartungen haben Sie an die neue Verbindung? 

Wir freuen uns sehr, mit Phuket ab dem 10. Dezember 2012 ein weiteres, sehr beliebtes Ferienziel anbieten zu können. Der tägliche Flug ab Dubai ist bereits gut gebucht, natürlich auch mit Fluggästen aus der Schweiz. Wir gehen davon aus, dass wir einen guten Anteil des erheblichen Verkehrsaufkommens nach Phuket auf unseren Flügen sehen werden – auch in Kombination mit anderen EK-Flugzielen in Südostasien, so z.B. Bangkok. 

Ab dem 1. Januar 2013 zahlt Emirates keine Kommission mehr, wenn der Abflugort in einem anderen Land liegt, als das Ticket ausgestellt wurde. Wird ansonsten an der Kommissionierung festgehalten? 

Der Anteil dieser grenzüberschreitenden Tickets ist sehr klein und war hauptsächlich im Tessin ein Thema. Ansonsten planen wir mittelfristig keine grösseren Änderungen in unserer Vertriebspolitik. 

Wie hoch ist bei Emirates in der Schweiz der Buchungsanteil, der über die Reisebranche getätigt wird? Ist eine Tendenz feststellbar? 

Die Buchungen über den Trade machen bei uns 75% aus. Tendenzen gibt es hier nicht, da sowohl der indirekte als auch der direkte Kanal wachsen. 

Welche Auswirkungen hat das Joint Business Agreement mit Qantas auf das Schweiz-Geschäft von Emirates? 

Der entsprechende Genehmigungsantrag wurde im September bei der Australian Competition and Consumer Commission (ACCC) eingereicht, um mit der Planung der Partnerschaft starten zu können. Selbstverständlich gehen wir davon aus, dass diese Partnerschaft unsere Marktposition in der Schweiz in Richtung Australien wesentlich stärken wird.

Simon Benz