Eurobus baut sein Aktiv-Angebot aus. Nach den Wanderreisen können nun auch Veloreisen beim Busreise-Spezialisten gebucht werden. Insgesamt zehn Veloreisen befinden sich ab nächstem Jahr gemäss einer Mitteilung von Eurobus im Programm; fünf Touren als Etappenreisen mit Hotelwechsel, fünf mit festem Standort. Zielgruppe sind aktive Reisende über 50. Neben normalen Markenvelos stehen gegen Aufpreis auch E-Bikes zur Verfügung.
Was Eurobus in der Mitteilung gar nicht und auf der Homepage nur am Rande erwähnt: Ein gewichtiger Teil einer solchen Veloreise stammt von Baumeler Reisen, der wie Eurobus auch Mitglied der Knecht-Gruppe ist. «Als Zulieferer bringen wir die Infrastruktur und das Know-how, die Baumeler-Reiseleiter, die Velos und die Touren mit ein», erklärt Baumeler-Geschäftsführer Michael Mettler.
Produziert und paketiert wird die Reise dann von Eurobus; Baumeler übernimmt anschliessend die Verkaufspreise 1:1 und bietet sie im eigenen Katalog an, womit er zu einem wichtigen Vertriebskanal von Eurobus wird.
Gemäss Mettler hat Baumeler nun das breiteste Veloreisen-Sortiment im Schweizer Markt. Neben den Eurobus-Reisen, die bei Baumeler als «Comfort-Veloreisen» bezeichnet werden, sind auch das Premium- und das Classic-Segment sowie seit letztem Jahr die unbegleiteten Reisen abgedeckt. Die Zusammenarbeit mit Eurobus kommt Mettler gelegen: «Bisher taten wir uns schwer damit, Bus-Veloreisen mit einer Gruppengrösse von 18 bis 36 Personen im Alleingang zu füllen. Eurobus kann mit seinen Möglichkeiten im grösseren Stil kommunizieren und Marketing betreiben.»
Eurobus wiederum steigt mit der Kombination «eigene Busse/Velos» in einen Markt ein, der bisher mehrheitlich vom Hauptkonkurrenten Twerenbold besetzt war.
Stefan Jäggi



