Ganz so grün wie letztes Jahr zur gleichen Zeit sieht die Tabelle der Badeferien-Buchungsstände nicht mehr aus. Trotzdem: Der Grossteil der Destinationen liegt im Plus. Dies gilt insbesondere für Griechenland. Die griechischen Inseln gehören wie schon im letzten Jahr zu den Topgewinnern 2014, Kreta etwa liegt bei den meisten TOs im zweistelligen Plusbereich. Ebenfalls stark unterwegs sind für den kommenden Sommer die Kanaren, Balearen und die Südtürkei. Letztere allerdings mit Vorbehalten: Hotelplan zeigt sich überrascht von einer gesunkenen Nachfrage, und FTI spürt, dass die Kunden aufgrund der Ausschreitungen in Istanbul zwar buchten, allerdings zu Beginn verhaltener.
Noch kaum Lichtblicke gibt es für Ägypten und Tunesien. Beide Länder verlieren gegenüber dem Vorjahr nochmals an Nachfrage. ITS Coop etwa hat sehr defensiv geplant und liegt trotzdem unter den Erwartungen. Doch auch hier gibt es einige Ausnahmen: Djerba kann bei drei von fünf TOs zulegen, und Hotelplan verzeichnet für Hurghada einen starken Anstieg dank den Umroutungen von Sharm el-Sheikh.
Die Preise für die Badeferien auf der Kurz- und Mittelstrecke haben sich nicht mehr stark verändert wohl auch wegen der stabilisierten Währungen. FTI stellt Teuerungen von bis zu 3% in Griechenland, Malta und der Türkei fest, Kuoni nachfragebedingt ebenfalls in Griechenland sowie in Zypern.
Stefan Jäggi
Langstrecke: Thailand verliert an Boden
Auf der Langstrecke gibt es dieses Jahr klare Gewinner. Dazu gehört der Indische Ozean, der bei allen TOs im Plus liegt. Einzig bei Kuoni liegen die Malediven wegen knappen Verfügbarkeiten und höheren Preisen etwas im Minus. Auch die Karibik (Dom. Rep. und Kuba), Nordamerika sowie die Arabischen Emirate und Oman werden häufig als Topdestinationen genannt. Zu den Verlierern gehört hingegen Thailand, wo sich die Negativmeldungen der politischen Unruhen bemerkbar machen. Sowohl bei Hotelplan als auch bei Kuoni und FTI gehört das Land zu den Absteigern.
SJ



