Vergangene Woche publizierte der «Tages-Anzeiger» ein Interview mit Swiss-CEO Harry Hohmeister. Dieser übt vor allem Kritik an den steigenden Gebühren am Flughafen Zürich, obwohl der Airport ihm zufolge bereits zu den teuersten in Europa gehöre. Vor dem Hintergrund, dass bei Swiss der Durchschnittserlös pro Passagier seit 2008 um 30% gesunken sei, fordert Hohmeister von Zürcher Flughafen sogar eine Senkung der Gebühren. Bei steigenden Gebühren droht der Swiss-Chef mit Konsequenzen: «Dann müssen wir uns überlegen, unsere Kapazitäten herunterzuschrauben. Mit all den unangenehmen Folgen wie etwa Jobverlusten.»
Momentan ist in der Branche die Rede von einer Gebührenerhöhung um 25%, doch die entsprechenden Verhandlungen sind noch nicht abgeschlossen und die Steigerungsrate daher noch nicht festgelegt. Der Flughafen gibt sich aufgrund der noch laufenden Verhandlungen zurückhaltend. CEO Thomas Kern erklärt gegenüber dem «Tages-Anzeiger» lediglich, dass Gebührenanpassungen nach oben unumgänglich seien, da der Flughafen auch in Zukunft jährlich über CHF200 Mio. in die Verkehrsinfrastruktur stecken müsse.
Hohmeister stellt im Interview jedoch klar, dass das, was bei Swiss in der Kasse fehlt, die Investitionspolitik negativ beeinflussen werde. «Die Investitionen müssen dahin gehen, wo wir das Geld verdienen», so der Swiss-CEO. Als Alternativ-Flughäfen nennt er Wien, München und Frankfurt, die im Falle von weiteren Beschränkungen in Zürich noch «viel Platz» hätten.
BNZ



