Hotelplan-Kader sucht Kontakt zur Reisebürobasis (Ausgabe 2007-34)

Agenten und Filialen erhalten hochrangigen Besuch: Die Geschäftsleitung vermittelt ihnen die Produkteneuheiten des Winters persönlich.

«Während zehn Tagen bringt die Geschäftsleitung die Produktenews der neuen Winterkataloge direkt an die Agenten», teilt Beat Röthlisberger, Leiter Agentenvertrieb, mit. «Dies soll unsere Wertschätzung gegenüber unseren Topagenten zur Geltung bringen», führt Peter Spring, Geschäftsleiter von Hotelplan Schweiz, weiter aus. Weitere Reisebürobesuche unter dem Motto «GL on Tour» unter der Leitung von Thomas Christen, Leiter Marketing, in Begleitung von Product Managern, sind geplant.

Als Grundlage für die Produkteschulungen dient den hochrangigen Vermittlern ein eigens dafür zusammengestelltes Magazin mit dem treffsicheren Namen «Update». Die Broschüre mit redaktionell aufgearbeitetem Inhalt soll alle Vertriebspartner auf unterhaltsame Art auf News und Highlights in den neuen Winterkatalogen aufmerksam machen. Die ansprechende Aufmachung ist Programm: «Die Reisebüroprofis können ‹Update› auch ungezwungen in die Badi mitnehmen», erklärt Christen das Konzept.

Kommt die Rede auf die Neuerungen, streicht Spring besonders die neue Preisliste im Katalog «Ferien am Meer» hervor. «Nebst dem Baukastenprinzip, das unseren Kunden eine individuell zusammengestellte Reise ermöglicht, haben wir nun auch wieder Pauschalpreise in unsere übersichtliche Aufstellung aufgenommen.» Weiter ausgebaut wurde der Katalog «Ferien im Schnee». Die Angebote aus diesem Werk seien «erstaunlich beliebt, jedes Jahr buchen circa 10000 Kunden ihre Winterferien bei uns», sagt Spring.

Ebenfalls positiv überrascht sei er von der starken Nachfrage nach Städtereisen. «Ich dachte, dies sei das erste Segment, in dem es keine Veranstalter mehr braucht – das Gegenteil war der Fall.» Die seit dem Sommer bestehende Zusammenarbeit mit Gullivers Travel Associates (GTA), durch die Agenten online 23000 Hotels in 110 Ländern buchen können, hat sich bewährt und wird deshalb auch im Winter angeboten. Bei Städtereisen sei der Fluganteil im Gegensatz zu den Zugsanreisen immer noch höher, denn Flugtickets seien meistens billiger, sind sich Spring und Röthlisberger einig.

Zu einer kooperation mit der Hotelplan-Tochter Travelhouse sei es beim Kreuzfahrten-Katalog nicht gekommen, erklärt Spring. «Das Geschäft läuft auch in diesem Bereich parallel.» Eine Absprache mit Travelhouse erfolgte jedoch bei der Neugestaltung der Südamerika-Kataloge. Neu wird dieser in «Brasilien und Costa Rica» sowie «Südamerika Rundreisen» aufgegliedert. Mexiko wird neu dem Karibik-Katalog einverleibt.

In den Ostafrika-Katalog wurde neben Kenia, Tansania, Sansibar neu auch Mosambik aufgenommen. Ins Winterangebot Indischer Ozean fanden auch zwei Malediven-Inseln «mit Mittelklasspreisen» Aufnahme, «in einer Region, die sich immer mehr auf Luxusunterkünfte ausrichtet ein sicherlich willkommenes Angebot», wie Röthlisberger meint.
Einen grossen Auftritt in seinem internen Magazin räumt Hotelplan dem ehemaligen Dornbierer-Angebot ein. Der Katalog läuft unter dem neuen Titel «Entdeckungen».

Pascale Marder

Sorgen und Nöte der Agenten

Was wird von den Agenten beim direkten Kontakt an die Geschäftsleitungsmitglieder herangetragen? «Die Erscheinungsdaten der Kataloge sorgen oft für Diskussionsstoff», sagt Peter Spring. «Bei gewissen Fernstrecken möchten die Kunden ihre Ferien bis zu ein Jahr im Voraus buchen», beobachtet Beat Röthlisberger. Auf dieses Bedürfnis wird man bei Hotelplan ansatzweise mit dem Sommerkatalog von M-Travel reagieren: Er erscheint noch vor Weihnachten.

Mit dem bereits veröffentlichten M-Travel-Winterkatalog habe man diesbezüglich gute Erfahrungen gemacht, gibt Spring bekannt. «Dass er bereits auf dem Markt ist, wird von den Agenten sehr geschätzt.»    

PM