Imbach spürt Interesse für individuelle Aktivreisen (Ausgabe 2008-24)

Der Luzerner Spezialist für Wander- und Veloferien will sein Individualangebot fördern.

Beim Wanderferien-Spezialisten Imbach Reisen ist man zufrieden mit dem
Frühlingsgeschäft: «Wir sind einstellig über Vorjahr», präzisiert
Geschäftsführer Peter Herzog. Die Fussball-EM geht an Imbach nicht
spurlos vorüber: Speziell bei den Veloreisen verzeichnet Peter Herzog
weniger
Buchungen für Juni. Er befürchtet auch, dass «die Leute während der EM
anderes im Kopf haben werden, als Ferien zu buchen», weshalb Imbach auf
den Juli setzt.

Schon länger bemerkbar macht sich der Trend zu kurzfristigen Buchungen.
Gerade das Kundensegment 50+ buche sehr spontan, je nach Wetterlage
sozusagen. Diese kurzfristigen Buchungen, denen mit Frühbucherrabatten
entgegengewirkt wird, wären weniger problematisch, wenn auf der
Einkaufsseite nicht das gegenteilige Phänomen spürbar wäre: Wie andere
Veranstalter auch muss Imbach immer früher einkaufen und Garantien
übernehmen. Peter Herzog: «Da muss man ganz genau abwägen, wo man
Risiken eingehen kann.»

Noch sind 90 bis 95% der Buchungen Gruppenreisen, die Individualreisen
holen jedoch auf und Geschäftsführer Herzog macht «eine erfreuliche
Nachfrage» aus, die insbesondere auf jüngere Reisende zurückzuführen
ist. Peter Herzog unterstreicht: «Wir wollen die Individualreisen
fördern, denn wir sehen sie nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung
zu den Gruppenreisen.»

Den Nerv der Zeit zu treffen scheint Imbach mit den Wanderkreuzfahrten
in der Ägäis, diese seien «sehr gut angelaufen». Nebst dem Dauerbrenner
Portugal ist Cinque Terre ein beliebter Klassiker. Weil der
Küstenstreifen nicht nur bei Schweizern sehr beliebt ist, muss Imbach
immer wieder die Herausforderung meistern, neue, nicht überlaufene Wege
anzubieten, ohne ganz auf typische Routen wie die bekannte «Via
dell’amore» zu verzichten.   

SAM