Immer mehr USA-Passagiere fliegen mit Air Canada (Ausgabe 2010-30)

Dank einem modernen Produkt, schnellen Einreisen und dem neuen Joint Venture ist Air Canada im Transatlantikverkehr gut aufgestellt.
Das Geschäft, sei es zielrein nach Kanada oder nach Amerika, entwickelt sich für Air Canada in der Schweiz sehr gut, wie Isabelle Knoblauch (General Manager Switzerland) erklärt. Die Strecke Genf–Montreal wird im kommenden Winter neu fünf Mal pro Woche (statt wie bisher vier Mal) bedient; lediglich am Mittwoch und Donnerstag gibt es keine Verbindung. Der Erfolg liegt nicht nur an den Olympischen Spielen vom Winter in Vancouver: «Die einfache Einreise in die USA ist natürlich ein Bonus», erklärt Knoblauch, «wer in Toronto oder Montreal umsteigt, kann direkt zur US-Immigration und alle Einreiseformalitäten schneller als an den meisten US-Flughäfen erledigen.» In Montreal müssen Passagiere nicht mal mehr ihr Gepäck entgegennehmen und wieder aufgeben; in Kürze soll dies auch in Toronto möglich sein. Und nachdem kanadische Staatsbürger inzwischen dank Iris-Scans sehr schnell durch die Immigration Zone kommen, sind die Schlangen entsprechend kurz – so kurz, dass Air Canada die Umsteigezeiten für internationale Transitpassagiere senken konnte.

Ein weiterer Grund für den Erfolg ist die Lancierung des Transatlantik- Joint-Venture anfangs Jahr: In dessen Rahmen sind für Passagiere von Air Canada, Continental, Lufthansa und United alle Nordamerika-Flüge dieser Carrier mit einer einheitlichen Preisstruktur und denselben Bedingungen untereinander kombinierbar. «Dieses Joint Venture läuft in der Schweiz sehr gut», versichert Knoblauch. Inzwischen hat Air Canada auch noch Brüssel und Kopenhagen – nebst den saisonalen Zielen Athen und Barcelona – ins Streckennetz aufgenommen. Dank Star-Alliance-Partnern können diese neuen Transatlantikflüge von Air Canada ab Brüssel und Kopenhagen auch von der Schweiz aus gebucht werden und bieten so eine zusätzliche Alternative.

Von alleine kommt der Erfolg aber auch nicht. So muss das Atlantik-Joint- Venture im Markt noch bekannter gemacht werden. Entsprechend führt Air Canada in Zusammenarbeit mit den Partnern Schulungen bei Reisebüros durch. Im Winter sind weitere Aktionen geplant. Einen Versuchsballon startet Air Canada zudem mit dem Besuch der «Expat Expo» im Zürcher Kongresshaus am 5. September, wo sie gemeinsam mit der Schweiz. Kanadischen Handelskammer versuchen wird, neue Gäste zu gewinnen. «Wir verfügen nur über ein kleines Team, probieren aber trotzdem, möglichst viel Präsenz zu markieren», erklärt Knoblauch. 

Bei den letzten «Skytrax World Airline Awards» in Hamburg wurde Air Canada mit dem Titel «Best Airline North America» ausgezeichnet. Ein Preis, der sich auf umfassende Befragungen (38 Fragen) von 17 Mio. Flugpassagieren im Zeitraum Juli 2009 bis April 2010 stützt.

Natürlich zeigt sich auch Isabelle Knoblauch hocherfreut: «Diese Auszeichnung unterstreicht die Orientierung am Kunden und erinnert daran, dass wir für Reisen nach Nordamerika der ‹leading carrier› sind.» Dass Air Canada die Auszeichnung überhaupt gewann, erklärt sie sich mit dem hervorragenden Service an Bord sowie der im letzten Jahr abgeschlossenen Modernisierung aller Flugzeugkabinen. Die Economy Class und die Executive First Class – auf internationalen Flügen sind auch die Executive-First-Suiten verfügbar – wurden von Kunden und Medien sehr wohlwollend aufgenommen.

Jean-Claude Raemy