Der Winterkatalog und das neue Kundenmagazin «Welcome» von Interhome
Schweiz liegen nun in den Reisebüros auf und sind für den Versand an
Direktkunden bereit. Neu gibt es für den Winter und den Sommer je einen
im Umfang stark reduzierten Katalog, der den bisherigen tradi-
tionellen, dicken Katalog ersetzt. Im neuen Katalog wird nur noch eine
Auswahl von Objekten in Kurzform präsentiert. Für den Sommer erschienen
bisher jeweils drei Kataloge.
Der aktuelle Winterkatalog umfasst noch 36 Seiten. Statt der bisherigen
ausführlichen Preistabellen mit den zahlreichen Saisonalitäten gibt es
nur noch eine Angabe zum Mindest- und zum Maximumpreis der aufgeführten
Mietobjekte. «So betrachtet haben wir den nun von Helvetic Tours
umgesetzten Verzicht auf die Preisliste vorweggenommen», erklärt Marco
Amos, Geschäftsführer von Interhome Schweiz, mit einem verschmitzten
Lächeln.
Ergänzend dazu werden im Kundenmagazin die Besonderheiten von
Ferienhaus-Ferien sowie der Marke Interhome thematisiert, stimmige
Geschichten sollen motivieren und Lust auf Ferien machen.
Auch wenn es für ein erstes Fazit noch zu früh sei, ist Amos überzeugt,
dass das neue Konzept dem Zeitgeist entspricht und vom Handel und den
Konsumenten positiv angenommen wird. «Diese Entwicklung ist nicht
zuletzt im Gespräch mit den Reisebüros entstanden. Ein Katalog mit
einem Auszug aus unserem Programm reicht, die Detailangaben mit allen
Preisen findet man wie bisher im Internet, wo der Agent auch die
bewährten personalisierten Offerten zusammenstellen und ausdrucken
kann. Wir haben auch die komplette Abschaffung des Katalogs geprüft,
dies aber wieder verworfen», erklärt er dazu.
Bis Ende Oktober (Abschluss Geschäftsjahr 2008/09) rechnet Amos für
Interhome Schweiz mit einem Umsatz von rund CHF 31 Mio., was in etwa
dem Niveau des Vorjahres entsprechen würde. In der Schweiz entfallen
rund 60% auf Buchungen für Objekte in der Schweiz, gefolgt von
Frankreich, Spanien und Italien. Der Anteil der Buchungen aus dem
stationären Vertrieb beträgt noch rund 11%, der kontinuierliche
Rückgang der Agenten-Buchungen habe sich aber verlangsamt, so Amos.
Rund 20% des Umsatzes generiert Interhome Schweiz über elektronische
Reisebüros und Portale, Migros-interne Angebote und Hausverwalter vor
Ort. Die restlichen 70% entfallen auf Direktbuchungen via Internet oder
Call Center.
Apropos Call Center: Diese werden in den einzelnen Ländervertretungen
aufgehoben und in Prag zentralisiert. «Nicht zuletzt die Verlagerung
der Buchungen hin zum Internet hat mit dieser Entscheidung zu tun. Das
Call Center wird immer mehr zum Service- und Dienstleistungserbringer»,
erklärt Amos. In der Schweiz konnte für eine der fünf betroffenen
Personen bereits eine interne Lösung gefunden werden. Eine neue
Position als Schnittstelle zu Prag könnte für eine weitere betroffene
Person die Lösung sein. Für die anderen gebe
es einen Sozialplan, man helfe bei der Stellensuche, sei bereit, die
Kündigungsfrist zu verlängern und eine Abgangsentschädigung zu zahlen,
so Amos. Für Interhome Schweiz arbeiten aktuell rund 50 Personen, die
wiederum 37 Vollzeitstellen entsprechen.
Urs Hirt



