Anderthalb Jahre hat die Umsetzung des Strategiepapiers «Diamond»
gedauert, nun ist dieser Prozess abgeschlossen. 13 von insgesamt 15
Ländervertretungen haben einen neuen Country Manager, das neue
Reservationssystem iRent hat das alte Bird abgelöst und einige
Kooperationen und Akquisitionen konnten erfolgreich umgesetzt werden.
Der Ferienhaus- und Ferienwohnungsvermittler Interhome, der zu 100% zur
Hotelplan-Gruppe gehört, ist für die Zukunft gerüstet und widmet sich
nun voller Elan und mit neuem Markenauftritt (TI von letzter Woche) dem
von CEO Simon Lehmann definierten Ziel der Marktführerschaft bis 2010.
Sichtbares Zeichen der Veränderung ist die neue Corporate Identity, die
per 1. März umgesetzt wurde und das Unternehmen nun mit blauem
Schriftzug und rotem Interhome-Vogel moderner und dynamischer am Markt
präsentiert. Eine unterstützende Werbekampagne soll im Frühling
gestartet werden.
Gleichzeitig wurde unter dem Namen «Extra Mile» ein Programm zur
Produktivitätssteigerung für die ganze Interhome-Gruppe initiiert. Das
Ziel ist eine Ergebnisverbesserung im Millionenbereich. Dafür
verantwortlich zeichnet Marco Amos, seit 1. Oktober 2007 Country
Manager Schweiz. Amos arbeitete zuvor für jene Consulting-Firma, die
das Projekt «Diamond» erarbeitet hatte.
Simon Lehmann, der das operationelle Geschäft an Pascal Meyer übergeben
hat und sich ganz der strategischen Ausrichtung und Umsetzung widmet,
will den Länderchefs wieder mehr Selbstständigkeit übertragen, damit
diese marktgerechter agieren können. Der Hauptsitz in Glattbrugg soll
die Länder bei der Umsetzung der neuen Strategie und der Erreichung der
gesetzten Ziele unterstützen. Akquisitionen seien derzeit nicht
spruchreif, Kooperationen wie mit Sonne und Strand in Dänemark würden
aber weiterhin wichtig bleiben, so Lehmann.
Zum aktuellen Geschäftsgang erklärt der Interhome-CEO: «Das
Geschäftsjahr 2007/08 ist am 1. November 2007 gestartet. Mit den ersten
vier Monaten bin ich sehr zufrieden. Wir liegen im zweistelligen
Prozentbereich über Vorjahr und in den neuen Märkten wie etwa Russland
verzeichnen wir Wachstumsraten von über 50 Prozent. Sehr erfreulich
ist, dass wir auch in den traditionellen Märkten wieder Wachstum
generieren.»
Die Interhome-Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2006/07 einen Umsatz von
CHF 209 Millionen. Als weiterer neuer Quellmarkt soll nun der Mittlere
Osten bearbeitet werden, dies mit einem Agenten für die Golfregion, der
in Abu Dhabi seinen Sitz hat.
Urs Hirt
Interhome sponsort Grasshopper Club Zürich
Mit der neuen Corporate Identity hat sich Interhome relativ
kurzfristig für eine Sponsoring-Partnerschaft mit dem Grasshopper Club
Zürich entschieden. «Interhome-CEO Simon Lehmann dazu: «Dieses
Engagement macht Sinn, denn es passt gut zu unserem neuen
Markenauftritt. Die Vereinbarung tritt ab der neuen Saison in Kraft und
wurde vorerst für zwei Saisons bis 30. Juni 2010 abgeschlossen. Sie
beinhaltet die Trikotwerbung auf dem Rücken für das Axpo Super League
Team und verschiedene komplementäre Massnahmen, wie Stadionwerbung und
Eventmarketing während der Saison.»
UH
Interhome Schweiz wie Roger Federer
Marco Amos, Country Manager Interhome Schweiz, will sich nach
der erfolgreichen Strukturanpassung wieder voll auf das «daily
business» konzentrieren: «Wir verzeichnen ein zweistelliges Wachstum,
sowohl bei den Destinationen als auch in den Quellmärkten. Einerseits
müssen wir neue Objekte akquirieren und andererseits unser Produkt am
Markt verkaufen. Dabei spielt der Online-Kanal eine immer wichtigere
Rolle.»
Utoring, ein reines Verwaltungsgeschäft, hat Amos an Reto Röösli
ausgelagert, die Vermietung erfolgt aber weiterhin über Interhome.
Röösli, früher Chef Utoring und Interhome Schweiz, hat sich dafür
selbstständig gemacht, die Renomo gegründet und sich am
Hotelplan-Hauptsitz in Glattbrugg eingemietet. Laut Amos ist dies eine
Win-win-Situation für beide Seiten. Durch diese Entlastung verantwortet
Amos nun auch den Bereich Marketing von Interhome Schweiz. Als Folge
davon wird wie bereits kommuniziert Mary Stefanizzi den
Ferienhausvermittler spätestens Ende April verlassen.
«Wir haben bei Interhome innert zweier Jahre eine 360-Grad-Drehung
gemacht und eine neue IT, eine neue Strategie und eine neue Corporate
Identity implementiert, Akquisitionen getätigt, einen Managementwechsel
vollzogen und gehen nun voller Engagement an die Arbeit», fasst Amos
die Veränderungen zusammen und macht einen Vergleich mit Roger Federer:
«Wir wollen eine consistent delivery gewährleisten. Einfach auf den
Platz gehen reicht nicht wir treten mit neuen Schlägern, neuer
Motivation und neuen Zielen an, um die Nr. 1 zu werden, zu sein und zu
bleiben.»
UH



