Unter dem Brand Kuoni gibt es seit Kurzem zwei neue Kataloge: Afrika
(225 Seiten) und Indien (113 Seiten), beide ein Jahr gültig ab
September 2009. Speziell dabei: Produziert werden die Angebote nicht
vom Kuoni-Touroperating unter Marianne Häuptli, sondern von den
Tochtergesellschaften Intens (Indien-Katalog), Private Safaris (Teil
Ostafrika im Afrika-Katalog) und Rotunda (Teil Südliches Afrika im
Afrika-Katalog). Bei diesen drei Spezialisten sind die Angebote auch zu
buchen. Die Kuoni-Kataloge erscheinen zusätzlich zu den Katalogen der
Töchter, welche wiederum im Spätsommer auf den Markt kommen.
Urs Bellmont, Leiter Beteiligungen von Kuoni und Geschäftsführer von
Private Safaris, erklärt dieses Vorgehen: «Wir können so ideal von
Synergien innerhalb Kuoni Schweiz profitieren. Die neuen Reisen unter
dem Label Kuoni werden von Spezialisten produziert, was eine Garantie
für Vertrauen, Qualität und Know-how bedeutet. Dies ermöglicht uns
einen idealen Start.»
Die beiden Kataloge werden in Deutsch und Französisch aufgelegt.
«Dadurch sind wir in der Romandie neu mit den Produkten Indien und
Südliches Afrika in französischer Sprache präsent. Denn im Gegensatz zu
Private Safaris dort gibt es einen französischen Katalog werden die
Angebote von Intens und Rotunda nur in Deutsch ausgeschrieben», so
Bellmont.
Auf die Frage, ob die Kuoni-Angebote nicht die Tochterfirmen
konkurrenzieren, meint Bellmont: «Nein. Es handelt sich überhaupt nicht
um ein copy-paste. Ein guter Teil der Hotels ist nur bei Kuoni
buchbar. Die Tophotels müssen sowieso in beiden Produkten erhältlich
sein. Sämtliche Rundreisen in den neuen Kuoni-Katalogen sind in dieser
Zusammenstellung nur bei Kuoni erhältlich, sind also exklusiv, auch
wenn es natürlich gewisse Überschneidungen gibt. Zudem werden wir die
Winter-Kataloge der Töchter etwas anpassen; die Differenzierung wird
also zunehmen. Das Nebeneinander der Angebote für den Indischen Ozean
von Kuoni und Manta zeigt uns, dass wir damit sehr erfolgreich
geschäften können.»
Mit den neuen Katalogen will Kuoni zwei «weisse Flecken auf der
Landkarte» erschliessen. Bellmont: «Kuoni braucht ein umfassendes
Produkte-Portfolio. Das haben wir nun. Es ist eine Tatsache, dass es
Kunden gibt, die nur mit Kuoni verreisen wollen und nicht die Angebote
von kleineren Spezialisten buchen. Somit haben wir nun einen Kanal für
weitere Kunden geöffnet.» Ähnliche neue Kataloge wie Afrika und Indien
sind nicht geplant. Denkbar sei alles, aber es dränge sich nichts auf.
Im Gegensatz zu Indien und Afrika werden die Kuoni-Angebote für den
Indischen Ozean nach wie vor nicht beim Spezialisten Manta, sondern im
Kuoni-TO produziert. «Es gibt auch keinen Grund, dies zu ändern. Beide
arbeiten sehr erfolgreich. Die Ausgangslage war im Indischen Ozean
anders als bei Afrika und Indien: Kuoni hatte den Indischen Ozean
bereits seit vielen Jahren erfolgreich produziert, als Manta von Kuoni
übernommen wurde», sagt Bellmont.
Chris Probst
10 Franken pro Passagier für nachhaltige Projekte
Pro Passagier aus den neuen Katalogen Indien und Afrika vergütet
Kuoni einen zusätzlichen Betrag von 10 Franken direkt zugunsten
nachhaltiger lokaler Projekte. In Indien arbeitet Kuoni mit Unicef
zusammen; in Afrika wird gemeinsam mit dem Zoo Zürich das
Naturschutzprojekt «Lewa Wildlife Conservancy» in Kenia unterstützt.
Auch Reisende der Produktelinien Ananea und Cultimo diese wurden 2008
lanciert und nun weiterentwickelt tragen mit je 10 Franken zu diesen
Projekten bei.
CP



